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Unterschied Voll- vs. Teilkostenrechnung
Vollkosten: alle Kosten auf Kostenträger; Teilkosten: nur variable Kosten; Vollkosten für Preiskalkulation, Teilkosten für kurzfristige Entscheidungen.
Zweck Kostenartenrechnung
Erste Stufe Kostenrechnung; erfasst alle Kosten nach Art; gliedert in Einzel-/Gemeinkosten, variabel/fix; Grundlage für Kostenstellen-/Kostenträgerrechnung.
Ablauf Kostenstellenrechnung
Zweite Stufe; verrechnet Gemeinkosten auf Kostenstellen (Fertigung, Verwaltung, Vertrieb); Verteilungsschlüssel; ermittelt Gesamtkosten je Kostenstelle.
Definition Kostenträgerrechnung
Dritte Stufe; verrechnet Kosten auf Produkte/Dienstleistungen; zeigt Kosten pro Produkt; dient Preiskalkulation; Stück- und Zeitrechnung.
Berechnung Deckungsbeitrag
Verkaufspreis minus variable Kosten; zeigt Beitrag zur Fixkostendeckung und Gewinn; DB I deckt produktfixe, DB II unternehmensfixe Kosten.
Eigenschaften Fixkosten
Unabhängig von Beschäftigung; bleiben auch bei Menge Null; Beispiele: Miete, Abschreibungen, Gehälter; kurzfristig fix, langfristig änderbar.
Verhalten variable Kosten
Ändern sich proportional zur Produktionsmenge; pro Einheit konstant, gesamt steigend; Beispiele: Material, Akkordlohn, Energie.
Funktion Break-even-Analyse
Ermittelt Gewinnschwelle (Umsatz = Kosten); zeigt ab welcher Menge Gewinn; Berechnung: Fixkosten / (Preis - variable Stückkosten).
Vorteile Vollkostenrechnung
Vollständige Kostendeckung bei Preiskalkulation; langfristige Preisuntergrenze; Gewinnermittlung je Kostenträger; gesetzliche Vorschriften erfüllt.
Einsatz Teilkostenrechnung
Kurzfristige Entscheidungen (Make-or-Buy, Zusatzaufträge); Sortimentsoptimierung; Preisuntergrenzen bei Unterbeschäftigung; zeigt Fixkostendeckung.
Beschaffung & Materialwirtschaft
Phasen Beschaffungsprozess
Bedarfsermittlung, Angebotseinholung, Angebotsvergleich, Bestellung, Lieferüberwachung, Wareneingang, Rechnungsprüfung, Zahlung; systematisch für optimale Konditionen.
Methoden Bedarfsermittlung
Deterministisch (Stücklisten, Produktionspläne) oder stochastisch (Verbrauchswerte); programmorientiert (MRP), verbrauchsorientiert, Bestellpunkt; rechtzeitig und genau planen.
Kriterien Lieferantenauswahl
Preis, Qualität, Lieferzeit, Zuverlässigkeit, Service, Flexibilität, Finanzstabilität, Standort, Umwelt; Lieferantenbewertungssystem mit Gewichtung.
Durchführung Angebotsvergleich
Angebote systematisch gegenüberstellen; Preis, Nebenkosten, Zahlungsbedingungen, Lieferzeiten, Qualität, Service; Punktesystem mit Gewichtung.
Bedeutung ABC-Analyse
Klassifiziert Artikel nach Wert: A (hoher Wert, enge Kontrolle), B (mittlerer Wert), C (geringer Wert, lockere Kontrolle); 80/20-Regel; Fokus auf Wichtiges.
Funktion XYZ-Analyse
Klassifiziert nach Verbrauchsschwankungen: X (konstant, gut planbar), Y (schwankend), Z (unregelmäßig); kombiniert mit ABC für Beschaffungsstrategien.
Marketing & Vertrieb
Faktoren Absatzplanung
Marktentwicklung, Konjunktur, Wettbewerb, Saisonalität, Marketingmaßnahmen, Preisgestaltung; Methoden: Trendextrapolation, Regression; Grundlage für Produktions-, Materialplanung.
Instrumente Marketingmix
4 P: Product (Sortiment, Qualität), Price (Preise, Rabatte), Place (Vertrieb, Logistik), Promotion (Werbung, PR); bei Dienstleistungen: People, Process, Physical Evidence.
Faktoren Preisbildung
Kosten (Voll-/Teilkosten), Nachfrage (Zahlungsbereitschaft), Wettbewerb (Konkurrenzpreise), Unternehmensziele, Preisstrategien, rechtliche Vorgaben; Kombination mehrerer Faktoren.
Elemente Angebotserstellung
Leistungsbeschreibung, Mengen, Preise, Liefertermin, Zahlungsbedingungen, Gültigkeit, Garantie, AGB; klar strukturiert, verständlich, rechtlich korrekt.
Schritte Auftragsabwicklung
Auftragserfassung, Kreditprüfung, Produktionsplanung, Materialbereitstellung, Fertigung/Lieferung, Versand, Rechnungsstellung, Zahlungsüberwachung; termingerechte Erfüllung.
Personalwirtschaft
Bereiche Personalplanung
Personalbedarf, Personalbestand, Personalbeschaffung, Personaleinsatz, Personalentwicklung, Personalabbau; langfristig, mittelfristig, kurzfristig.
Arten Personalkosten
Bruttolöhne/-gehälter, gesetzliche Lohnnebenkosten (Sozialversicherung), freiwillige Sozialleistungen, betriebliche Altersversorgung, Aus-/Weiterbildung; wesentlicher Kostenfaktor.
Formen Arbeitsverträge
Nach Dauer (befristet/unbefristet), Arbeitszeit (Voll-/Teilzeit), Arbeitsort (stationär/mobil), Art (Festanstellung, Leiharbeit, Werkvertrag); bestimmt Rechte und Pflichten.
Bedeutung Mitbestimmung
Betriebsrat (ab 5 Mitarbeiter wählbar): Informations-, Beratungs-, Mitbestimmungsrechte bei sozialen Angelegenheiten; Aufsichtsrat bei Unternehmensebene; schützt Arbeitnehmer.
Inhalt Tarifvertrag
Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften; Entgelt, Arbeitszeit, Urlaub, Kündigungsfristen, Zusatzleistungen; sichert Mindeststandards.
Wirtschaft & Recht
Zustandekommen Kaufvertrag
Übereinstimmende Willenserklärungen (Angebot und Annahme); Einigkeit über Kaufgegenstand, Preis, Menge; mündlich, schriftlich oder konkludent.
Regelungsbereich Gewährleistung
Sachmängelhaftung des Verkäufers; Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz; Frist 2 Jahre (neue), 1 Jahr (gebrauchte); Beweislast erste 6 Monate beim Verkäufer.
Entstehung Unternehmerhaftung
Aus Vertrag (Vertragsverletzung), Delikt (vorsätzlich/fahrlässig), Produkthaftung, Umwelthaftung; beschränkt (Kapitalgesellschaften) oder unbeschränkt (Personengesellschaften); Versicherungsschutz.
Arten Zahlungsbedingungen B2B
Sofort, Ziel (30/60 Tage), Skonto (2% bei 10 Tagen), Anzahlung, Raten, Vorauskasse; im Vertrag vereinbart; beeinflussen Liquidität und Risiko.
Funktion Wirtschaftskreislauf
Zeigt Geld- und Güterstrom; einfach: Haushalte-Unternehmen; erweitert: Staat, Ausland, Banken; verdeutlicht volkswirtschaftliche Verflechtungen.
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