
Der Online-Videokurs für
Fachkraft für Lagerlogistik
& Fachlagerist
Deine komplette Prüfungsvorbereitung. Visuell, verständlich und genau auf deinen IHK-Abschluss zugeschnitten.
Warum Textbücher oft frustrieren
Trockene Theorie, schwer verständliche Fachbegriffe und endlose Textwände – so kennen viele Azubis ihre Prüfungsvorbereitung. Besonders bei komplexen Themen wie der IHK-Prüfung für Fachkraft für Lagerlogistik & Fachlagerist wird aus dem Lernstoff schnell eine unüberschaubare Masse an Informationen. Unser Videokurs löst dieses Problem radikal mit Visuellem Lernen und zeigt dir, wie effizientes Lernen wirklich funktioniert.
Die alte Art zu lernen
- Veraltete Skripte
- Trockene Theorie
- Fehlender Praxisbezug
Die Evkola Methode
- Visuelles Verständnis
- Echte Geschäftsfälle
- Fokus auf Verständnis

Kurs-Trailer ansehen
Dein roter Faden durch die Prüfung

Prozesse der Lagerlogistik
Warenannahme, Einlagerung, Kommissionierung und Auslagerung. Die Grundlagen der Lagerlogistik.

Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag
Verpackung, Transport, Gefahrgut, Qualitätskontrolle und Lagerkennzahlen. Die optimale Warenbewegung.

WISO
Wirtschafts- und Sozialkunde. Deine Rechte & Pflichten als Azubi.
Lernen im eigenen Tempo
Pause, Spulen, Wiederholen – du bestimmst, wie schnell du lernst. Keine Zeitnot, kein Druck.
Überall verfügbar
Lerne auf Handy, Tablet oder Laptop – zu Hause, unterwegs oder in der Pause.
Prüfungsnah
Fokus auf relevante IHK-Themen. Kein unnötiger Ballast – nur was wirklich wichtig ist.
Update-Garantie
Immer aktueller Stoff. Wir aktualisieren den Kurs regelmäßig nach neuen Prüfungsvorgaben.
Entwickelt von Experten
Unsere Kurse werden nicht von Theoretikern erstellt. Jedes Modul ist geprüft von erfahrenen IHK-Prüfern und Ausbildern aus der Praxis.
Bereite dich gezielt auf Fachkraft für Lagerlogistik & Fachlagerist vor
Unser Kurs deckt den offiziellen Rahmenlehrplan lückenlos ab. Wir starten mit den Grundlagen von Prozesse der Lagerlogistik, gehen dann tief in die Details von Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag und bereiten dich optimal auf WISO vor. Egal ob Rechenaufgaben oder komplexe Fälle – wir holen dich da ab, wo du stehst, und führen dich Schritt für Schritt zum Prüfungserfolg.
Jedes Video ist darauf ausgelegt, komplexe Inhalte verständlich zu machen. Wir zeigen dir nicht nur die Theorie, sondern erklären dir auch, wie sie in der Praxis angewendet wird. Du siehst echte Beispiele aus dem Berufsalltag, lernst typische Prüfungsaufgaben zu lösen und verstehst die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themenbereichen. So verstehst du nicht nur, was du lernen musst, sondern auch warum es wichtig ist undwie du das Wissen in der Prüfung anwendest.
Unsere erfahrenen Dozenten kennen die IHK-Prüfung aus erster Hand und wissen genau, wo die Fallstricke lauern. Sie haben selbst hunderte von Azubis erfolgreich durch die Prüfung begleitet und kennen die typischen Fehler, die Prüflinge immer wieder machen. In unseren Videos erklären sie dir Schritt für Schritt, wie du komplexe Aufgaben löst, zeigen dir bewährte Lösungsstrategien und geben dir praktische Tipps, die dir in der Prüfung wirklich helfen. So bereitest du dich nicht nur oberflächlich vor, sondern erwirbst echtes Verständnis für deinen Ausbildungsberuf.
Der Kurs ist so strukturiert, dass du jederzeit zurückspringen kannst, wenn du etwas nicht verstanden hast. Du kannst schwierige Passagen mehrmals ansehen, in deinem eigenen Tempo lernen und gezielt die Themen wiederholen, die dir noch Probleme bereiten. Diese Flexibilität macht den Unterschied zwischen frustrierendem Büffeln und effektivem Lernen. Am Ende wirst du nicht nur die Prüfung bestehen – du wirst wirklich verstanden haben, worum es in deinem Beruf geht.
Dein IHK-Lexikon: Alle Themen im Detail
Grundlagen Logistik
Was versteht man unter Lagerlogistik?
Die Lagerlogistik umfasst alle Prozesse rund um die Lagerung und Bereitstellung von Gütern: Warenannahme, Einlagerung, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand. Sie ist Teil der gesamten Supply Chain und sorgt für den reibungslosen Materialfluss zwischen Beschaffung, Produktion und Absatz. Effiziente Lagerlogistik minimiert Kosten, optimiert Bestände und sichert die termingerechte Bereitstellung von Materialien und Waren.
Welche Logistikprozesse gibt es?
Logistikprozesse umfassen: Beschaffungslogistik (Materialbeschaffung, Wareneingang), Produktionslogistik (Bereitstellung für Produktion, Materialfluss), Distributionslogistik (Versand, Auslieferung an Kunden), Entsorgungslogistik (Rücknahme, Recycling). Diese Prozesse müssen koordiniert werden, um einen reibungslosen Material- und Informationsfluss zu gewährleisten. Optimierte Logistikprozesse reduzieren Durchlaufzeiten, Kosten und Fehler und steigern die Kundenzufriedenheit erheblich.
Was ist eine Lieferkette (Supply Chain)?
Die Lieferkette umfasst alle Stufen von der Rohstoffgewinnung bis zum Endkunden: Lieferanten, Hersteller, Händler, Lager, Endkunde. Sie umfasst Materialfluss (Waren bewegen sich durch die Kette), Informationsfluss (Daten, Bestellungen, Status) und Finanzfluss (Zahlungen). Supply Chain Management optimiert die gesamte Kette für Effizienz, Geschwindigkeit und Kosten. Das Lager ist ein wichtiger Knotenpunkt in der Lieferkette und beeinflusst die gesamte Performance.
Wareneingang & Lager
Wie funktioniert die Warenannahme?
Die Warenannahme umfasst: Lieferung entgegennehmen, Lieferschein prüfen (Stückzahl, Artikel), Waren sichtlich prüfen (Verpackung, Beschädigung), Waren zählen/wiegen, Qualität prüfen (Sichtkontrolle, ggf. Stichproben), Lieferschein quittieren, Waren ins System buchen (Wareneingang), bei Mängeln: sofort Lieferant informieren, Dokumentation. Die ordentliche Warenannahme verhindert Fehler in der Bestandsführung und Probleme bei der späteren Verwendung.
Was gehört zum Wareneingang?
Der Wareneingang umfasst alle Aktivitäten von der Annahme der Lieferung bis zur Einlagerung: Ankunftskontrolle, Entladung, Dokumentenprüfung (Lieferschein, Bestellung), quantitative Prüfung (Mengenkontrolle), qualitative Prüfung (Sichtkontrolle, Beschädigungen), Systembuchung (Wareneingang im WWS), Einlagerung (richtiger Lagerplatz). Der Wareneingang muss schnell, genau und dokumentiert erfolgen, um Bestandsgenauigkeit und Prozesseffizienz sicherzustellen.
Welche Lagerhaltungsstrategien gibt es?
Lagerhaltungsstrategien: Vorratslagerung (Waren auf Vorrat, bei Bedarf entnehmen), Just-in-Time (minimale Bestände, kurze Lieferzeiten), Kanban (Pull-Prinzip, Nachschub bei Verbrauch), Konsignationslager (Lieferant hält Bestand, Eigentum bei Entnahme). Die Wahl hängt ab von: Verbrauchsgeschwindigkeit, Lieferzeiten, Wert der Waren, Lagerkosten, Platzverfügbarkeit. Ziel ist optimale Balance zwischen Verfügbarkeit, Kosten und Kapitalbindung.
Wie organisiere ich ein Lager?
Lagerorganisation: Zonenbildung (nach Warengruppen, ABC-Analyse, Temperatur), Lagerplatzsystem (feste vs. chaotische Lagerplätze), Regalstruktur (Höhe, Tiefe, Zugriff), Wegeführung (logische Routen, keine Kreuzungen), Kennzeichnung (Plätze, Regale, Zonen klar beschriftet), Einlagerungsregeln (FIFO, LIFO, FEFO), Zugriffslogik (schnelle Artikel gut zugänglich). Gute Lagerorganisation steigert Effizienz, reduziert Fehler und verkürzt Kommissionierzeiten erheblich.
Was ist ein optimales Lagerlayout?
Ein optimales Lagerlayout berücksichtigt: Warenfluss (linear, U-förmig, L-förmig - von Eingang zu Ausgang), Zonen (Eingang, Lagerung, Kommissionierung, Versand), Regalplatzierung (Höhe, Abstände, Gänge), Wege (breit genug für Gabelstapler, keine Sackgassen), Sicherheit (Fluchtwege, Brandschutz), Flexibilität (Anpassung bei Änderungen). Das Layout sollte den Materialfluss optimieren, Kosten minimieren und Sicherheit gewährleisten.
Bestände & Kennzahlen
Was ist Bestandsmanagement?
Das Bestandsmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Lagerbeständen. Ziele: Optimale Verfügbarkeit (keine Fehlbestände), minimale Bestände (wenig Kapitalbindung, Lagerkosten), optimale Bestellmengen (Kosten minimieren). Methoden: Bestellpunktverfahren (bei bestimmter Bestandsmenge nachbestellen), Bestellrhythmusverfahren (regelmäßig bestellen), ABC-Analyse (wichtige Artikel häufiger kontrollieren). Gutes Bestandsmanagement verbessert Liquidität und Servicegrad.
Was ist der Mindestbestand?
Der Mindestbestand (Sicherheitsbestand) ist die Menge, die immer vorhanden sein muss, um Lieferengpässe zu vermeiden. Er wird ermittelt basierend auf: durchschnittlicher Lieferzeit des Lieferanten, durchschnittlichem Tagesverbrauch, Sicherheitszuschlag für Schwankungen. Formel: Mindestbestand = (Maximale Lieferzeit - Normale Lieferzeit) × Tagesverbrauch + Sicherheitszuschlag. Er dient als Warnsignal für Nachbestellungen und schützt vor Produktionsausfällen.
Was ist der Höchstbestand?
Der Höchstbestand ist die maximale Menge, die im Lager vorhanden sein sollte. Er begrenzt Bestände und verhindert Überfüllung, hohe Kapitalbindung und hohe Lagerkosten. Er wird ermittelt durch: Optimale Bestellmenge + Mindestbestand oder durch verfügbaren Lagerplatz. Bei Erreichen des Höchstbestands wird keine neue Bestellung ausgelöst. Der Höchstbestand hilft bei der Kapital- und Kostenoptimierung.
Wie berechnet man die Umschlagshäufigkeit?
Die Umschlagshäufigkeit zeigt, wie oft das Lager im Jahr geleert wird. Berechnung: Umschlagshäufigkeit = Jahresverbrauch / Durchschnittsbestand. Hohe Umschlagshäufigkeit bedeutet: schneller Warenumschlag, geringe Kapitalbindung, frische Waren, effiziente Lagerung. Niedrige Umschlagshäufigkeit bedeutet: langsame Waren, hohe Kapitalbindung, Gefahr von Verderb/Verfall. Die Kennzahl hilft bei der Bestandsoptimierung und zeigt Effizienz der Lagerhaltung.
Welche Lagerkennzahlen sind wichtig?
Wichtige Kennzahlen: Lagerbestand (durchschnittlich in Stück/Wert), Umschlagshäufigkeit (wie oft wird Lager geleert?), durchschnittliche Lagerdauer (360 Tage / Umschlagshäufigkeit), Lagerreichweite (Bestand / Tagesverbrauch), Lagerzinskostensatz (Kosten für gebundenes Kapital), Fehlbestandsquote (nicht lieferbare Artikel), Servicegrad (Lieferbereitschaft), Kommissionierfehlerquote. Diese Kennzahlen zeigen Effizienz der Lagerhaltung und helfen bei der Optimierung.
Kommissionierung & Versand
Wie funktioniert die Kommissionierung?
Die Kommissionierung ist das Zusammenstellen von Waren nach Auftrag. Verfahren: Mann-zu-Ware (Kommissionierer geht zu Regal), Ware-zu-Mann (Waren werden zum Kommissionierer gebracht), Pick-by-Voice (Sprachsteuerung), Pick-by-Light (Licht zeigt Lagerplatz), Pick-by-Vision (AR-Brille). Prozess: Auftrag erhalten, Kommissionierliste erstellen, Routenplanung, Waren entnehmen, Kontrolle, Verpackung. Effiziente Kommissionierung ist wichtig für schnelle Lieferung und niedrige Kosten.
Was gehört zur Verpackung?
Verpackung schützt Waren während Transport und Lagerung. Anforderungen: Schutz (vor Beschädigung, Feuchtigkeit, Staub), Stabilität (Stapelfähigkeit, Transportfähigkeit), Kennzeichnung (Adresse, Barcode, Handling-Hinweise), Effizienz (volumetrisch optimal, Kosten), Nachhaltigkeit (recycelbar, umweltfreundlich). Verpackungsarten: Kartons, Paletten, Folien, Luftpolster, Schaumstoff. Die richtige Verpackung verhindert Schäden und reduziert Kosten durch optimale Dimensionierung.
Wie läuft der Versand ab?
Versandprozess: Kommissionierte Waren verpacken, Versandetikett erstellen (Adresse, Tracking-Nummer), Transportmittel wählen (Spediteur, Paketdienst), Versanddokumente erstellen (Lieferschein, Versandliste), Waren übergeben (an Spediteur/Paketdienst), Systembuchung (Warenausgang), Versandbestätigung (an Kunde, Tracking-Info), Nachverfolgung (Sendungsverfolgung). Der Versand muss schnell, fehlerfrei und dokumentiert erfolgen. Guter Versand ist wichtig für Kundenzufriedenheit.
Welche Transportarten gibt es?
Transportarten: Straßentransport (LKW - flexibel, schnell, für kurze/ mittlere Strecken), Schienentransport (Bahn - günstig, umweltfreundlich, für große Mengen), Seetransport (Schiff - sehr günstig, langsam, für große Mengen, international), Lufttransport (Flugzeug - sehr schnell, teuer, für eilige/wertvolle Güter), Kombinierter Verkehr (mehrere Verkehrsträger). Die Wahl hängt ab von: Kosten, Geschwindigkeit, Menge, Wert, Strecke, Ziel. Transportkosten sind wichtiger Kostenfaktor in der Logistik.
Kosten & Zeiten
Welche Lagerkosten fallen an?
Lagerkosten umfassen: Raumkosten (Miete, Nebenkosten, Abschreibungen), Personalkosten (Lagerpersonal, Verwaltung), Kapitalkosten (Zinsen für gebundenes Kapital), Kosten für Lagertechnik (Regale, Gabelstapler, IT), Versicherungskosten, Abschreibungskosten (Wertverlust durch Alterung/Verderb), Handlingkosten (Ein-/Auslagerung, Kommissionierung). Lagerkosten können erheblich sein (oft 15-30% des Warenwertes pro Jahr). Kostensenkung durch Optimierung von Beständen, Prozessen und Technik.
Was ist die Durchlaufzeit?
Die Durchlaufzeit ist die Zeit, die eine Ware vom Wareneingang bis zum Warenausgang im Lager verbringt. Sie setzt sich zusammen aus: Wartezeit (bis Einlagerung), Einlagerzeit, Lagerzeit (bis Kommissionierung), Kommissionierzeit, Wartezeit (bis Versand), Versandzeit. Ziel: Durchlaufzeit minimieren (Just-in-Time, schnelle Prozesse, kurze Wege). Kurze Durchlaufzeiten reduzieren Kapitalbindung, Lagerkosten und Risiken (Verderb, Obsoleszenz) erheblich.
Technik & IT
Was ist ein Warenwirtschaftssystem?
Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) verwaltet alle Warenbestände und -bewegungen elektronisch. Funktionen: Bestandsführung (aktueller Bestand jederzeit abrufbar), Wareneingang (Buchung, Bestandserhöhung), Warenausgang (Buchung, Bestandsminderung), Kommissionierung (Aufträge, Listen), Inventur (Unterstützung), Reporting (Kennzahlen, Statistiken), Integration (mit ERP, E-Commerce). Das WWS ist zentral für effiziente Lagerverwaltung und ermöglicht genaue Bestandsführung ohne manuelle Listen.
Wie funktioniert der Barcode?
Der Barcode ist eine maschinell lesbare Kennzeichnung mit Strichen unterschiedlicher Breite. Lesung erfolgt durch Scanner (Lichtstrahl, Reflexion). Vorteile: Schnelle Datenerfassung, Fehlerreduktion, Automatisierung. Verwendung: Artikelkennzeichnung (EAN-Code), Lieferscheine, Versandetiketten, Lagerplatz-Kennzeichnung. Barcode ist Standard in der Logistik und ermöglicht schnelle, fehlerfreie Datenerfassung. Er ist günstig und zuverlässig.
Was ist RFID?
RFID (Radio Frequency Identification) nutzt Funkwellen zur automatischen Identifikation. Komponenten: Transponder (Chip + Antenne am Objekt), Lesegerät (sendet Signal, empfängt Antwort). Vorteile: Keine Sichtverbindung nötig (im Gegensatz zu Barcode), mehrere Tags gleichzeitig lesbar, Schreib-/Lesefunktion, robust. Nachteile: Höhere Kosten, technische Anforderungen. Verwendung: Palettenverfolgung, Container-Tracking, hochwertige Güter. RFID ermöglicht vollautomatische Erfassung ohne manuelle Scans.
Welche Flurförderzeuge gibt es?
Flurförderzeuge: Gabelstapler (verschiedene Tragfähigkeiten, Höhen, Antriebsarten - Diesel, Elektro, Gas), Hubwagen (manuell oder elektrisch - für Paletten), Regalbediengeräte (für Hochregallager), Schubmaststapler (für enge Gänge), Schlepper (für Züge). Wichtig: Bedienerschulung (Führerschein erforderlich), Sicherheit (technische Prüfung, Arbeitssicherheit), Wartung (regelmäßige Inspektion). Flurförderzeuge sind zentral für effiziente Lagerprozesse, aber auch Gefahrenquelle (Sicherheit wichtig).
Welche IT-Systeme werden in der Logistik genutzt?
IT-Systeme: Warenwirtschaftssystem (WWS - Bestandsführung), ERP-System (unternehmensweite Planung), Transportmanagementsystem (TMS - Transportplanung), Lagerverwaltungssystem (LVS - Lagerprozesse), Kommissioniersysteme (Pick-by-Voice, Pick-by-Light), Barcode/RFID-Systeme (Identifikation), EDI (Electronic Data Interchange - Datenübertragung). Diese Systeme automatisieren Prozesse, reduzieren Fehler und steigern Effizienz erheblich. Digitale Logistik ist heute Standard.
Sicherheit & Qualität
Welche Arbeitssicherheitsregeln gelten im Lager?
Arbeitssicherheit: Persönliche Schutzausrüstung (PSA - Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe), Gabelstapler-Berechtigung (Führerschein, regelmäßige Schulung), Verkehrsregeln (Höchstgeschwindigkeit, Vorfahrt, Warnsignale), Regalstabilität (nicht überladen, gleichmäßig beladen), Fluchtwege (frei halten, gekennzeichnet), Brandschutz (Löschmittel, Rauchverbot), ergonomisches Arbeiten (Hebetechniken, Gewichtsgrenzen). Arbeitssicherheit schützt vor Unfällen und Verletzungen. Regelmäßige Schulungen sind wichtig.
Wie handhabe ich Gefahrgut?
Gefahrgut muss nach ADR (Straße), RID (Schiene), ADN (Binnenschifffahrt) oder IATA (Luft) transportiert werden. Anforderungen: Klassifizierung (Gefahrgutklasse), Kennzeichnung (Gefahrzettel, UN-Nummer), Verpackung (vorgeschriebene Verpackungen), Dokumentation (Begleitpapiere), Lagerung (getrennt, gekennzeichnet, spezielle Anforderungen), Schulung (Gefahrgutbeauftragter). Gefahrgut erfordert besondere Sorgfalt und Fachkenntnis. Verstöße können zu schweren Unfällen, Strafen und Haftung führen.
Was gehört zur Qualitätskontrolle?
Qualitätskontrolle prüft Waren auf Einhaltung von Qualitätsstandards. Stufen: Eingangskontrolle (bei Wareneingang - Stichproben oder Vollprüfung), Zwischenkontrolle (während Lagerung - z.B. bei Verderb), Ausgangskontrolle (vor Versand - Vollständigkeit, Beschädigung). Prüfmerkmale: Quantität (Stückzahl, Gewicht), Qualität (Beschädigung, Verderb, Funktion), Dokumentation (Prüfprotokoll). Qualitätskontrolle verhindert Fehlmengen, Reklamationen und schützt Reputation. Sie ist wichtig für Kundenzufriedenheit.
Welche Verpackungsvorschriften gibt es?
Verpackungsvorschriften: Schutz (Waren vor Beschädigung schützen), Kennzeichnung (Adresse, Barcode, Handling-Hinweise, Gefahrgut-Kennzeichnung), Stabilität (Stapelfähigkeit, Transportfähigkeit), Nachhaltigkeit (Verpackungsverordnung - Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling), Hygiene (bei Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten). Verpackungen müssen funktional, rechtlich konform und kosteneffizient sein. Falsche Verpackung führt zu Schäden, Reklamationen und zusätzlichen Kosten.
Planung & Steuerung
Was bedeutet Disposition?
Die Disposition (Materialdisposition) plant und steuert den Materialbestand. Aufgaben: Bedarfsermittlung (was wird benötigt?), Bestellmengenplanung (wie viel bestellen?), Bestellterminierung (wann bestellen?), Bestellüberwachung (Lieferzeiten, Verfügbarkeit), Bestandskontrolle (Ist-Bestand prüfen, Abweichungen analysieren). Ziel: Optimale Versorgung (keine Fehlbestände) bei minimalen Beständen und Kosten. Gute Disposition ist wichtig für reibungslose Prozesse.
Wie funktioniert der Materialfluss?
Der Materialfluss beschreibt die Bewegung von Materialien durch das Lager: Wareneingang → Prüfung → Einlagerung → Lagerung → Kommissionierung → Verpackung → Versand. Optimierung: Kurze Wege, keine Rückflüsse, klare Routen, keine Wartezeiten, kontinuierlicher Fluss. Methoden: Flussdiagramm, Wertstromanalyse, Optimierung von Layout und Prozessen. Effizienter Materialfluss reduziert Durchlaufzeiten, Kosten und Fehler. Er ist zentral für Lagerleistung.
Wie funktioniert eine Inventur?
Die Inventur ist die Bestandsaufnahme aller Waren zu einem Stichtag. Methoden: Vollinventur (alle Waren gezählt - jährlich gesetzlich vorgeschrieben), Stichprobeninventur (repräsentative Stichprobe), permanente Inventur (laufende Bestandsführung durch System). Ablauf: Laden/Lager vorbereiten, alle Waren zählen/wiegen, Bestand erfassen, mit Systembestand vergleichen, Differenzen analysieren (Fehlmengen, Mehrmengen), korrigieren. Inventur ist wichtig für Bestandskontrolle, Jahresabschluss und Erkennung von Schwachstellen.
Konzepte
Was bedeutet Just-in-Time (JIT)?
Just-in-Time (JIT) ist ein Beschaffungskonzept, bei dem Materialien genau zu dem Zeitpunkt geliefert werden, zu dem sie benötigt werden - ohne Lagerbestände. Vorteile: Reduzierung der Lagerkosten, weniger Kapitalbindung, höhere Qualität durch häufigere Lieferungen, weniger Verschwendung. Voraussetzungen: Zuverlässige Lieferanten, präzise Planung, enge Zusammenarbeit, kurze Lieferzeiten, hohe Flexibilität. JIT erfordert perfekte Abstimmung und ist risikoanfällig (bei Störungen = Produktionsausfall).
Was ist Lean Logistics?
Lean Logistics zielt auf die Eliminierung von Verschwendung (japanisch: Muda) in logistischen Prozessen. Prinzipien: Wert aus Kundenperspektive definieren, Wertstrom analysieren (alle Schritte), Flow schaffen (kontinuierlicher Fluss ohne Unterbrechungen), Pull-Prinzip (Nachfrage steuert Produktion/Lieferung), Perfektion anstreben (kontinuierliche Verbesserung). Verschwendung: Überbestände, Wartezeiten, Transport, Überproduktion, Fehler, unnötige Bewegungen. Lean Logistics steigert Effizienz und reduziert Kosten erheblich.
Wie optimiere ich Logistikprozesse?
Prozessoptimierung: Prozessanalyse (Ist-Zustand erfassen, Schwachstellen identifizieren - z.B. durch Wertstromanalyse), Benchmarking (Vergleich mit Best-Practice), Eliminierung von Verschwendung (Wartezeiten, Transport, Fehler), Automatisierung (wo sinnvoll), Standardisierung (einheitliche Prozesse), kontinuierliche Verbesserung (Kaizen - kleine Schritte). Ziele: Schnellere Durchlaufzeiten, niedrigere Kosten, höhere Qualität, bessere Flexibilität. Prozessoptimierung ist kontinuierlicher Prozess, nicht einmalige Maßnahme.
Welche Logistikkennzahlen sind wichtig?
Wichtige Kennzahlen: Durchlaufzeit (Zeit vom Eingang bis Ausgang), Lieferbereitschaft (Servicegrad - % der Aufträge vollständig lieferbar), Lieferqualität (Fehlerquote, Beschädigungen), Lagerumschlag (Umschlagshäufigkeit), Bestandsreichweite (Tage), Kosten (Lagerkosten, Transportkosten, Gesamtlogistikkosten), Produktivität (Umsatz pro Mitarbeiter, Paletten pro Stunde), Qualität (Fehlerquote, Reklamationen). Diese Kennzahlen zeigen Performance und helfen bei der Optimierung. KPIs sollten regelmäßig gemessen werden.
Zukunft
Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Logistik?
Nachhaltigkeit umfasst: Umwelt (CO2-Reduktion durch effiziente Transporte, erneuerbare Energien, umweltfreundliche Verpackungen), Ressourcenschonung (Verpackungsreduktion, Recycling, Kreislaufwirtschaft), Soziales (faire Arbeitsbedingungen, Sicherheit). Maßnahmen: Optimierung von Transporten (Volumenauslastung, Routenoptimierung), grüne Technologien (Elektro-Gabelstapler, LED-Beleuchtung), Kreislaufwirtschaft (Verpackungen wiederverwenden). Nachhaltigkeit wird zunehmend wichtig (Regulierung, Kundenwunsch, Kostenersparnis).
Welche Logistikstrategien gibt es?
Strategien: Zentralisierung (zentrales Lager - niedrigere Kosten, höhere Bestände) vs. Dezentralisierung (regionale Lager - schnellere Lieferung, höhere Kosten), Outsourcing (Logistikdienstleister nutzen - Fokus auf Kernkompetenzen) vs. Insourcing (eigene Logistik - Kontrolle), Make-or-Buy (selbst logistiken vs. Dienstleister), Multi-Channel (verschiedene Vertriebskanäle bedienen). Strategie hängt ab von: Kosten, Servicelevel, Flexibilität, Kompetenz. Logistikstrategie sollte zu Unternehmensstrategie passen.
Wie erreiche ich Lieferzuverlässigkeit?
Lieferzuverlässigkeit (On-Time-Delivery) bedeutet, Aufträge termingerecht und vollständig zu liefern. Erfolgsfaktoren: Genaue Bestandsführung (keine Fehlbestände), zuverlässige Lieferanten (Pünktlichkeit, Qualität), effiziente Prozesse (kurze Durchlaufzeiten, keine Fehler), Pufferzeiten einplanen (bei Unsicherheiten), Tracking (Sendungsverfolgung), Kommunikation (Probleme früh kommunizieren). Hohe Lieferzuverlässigkeit ist wichtig für Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit. Sie sollte kontinuierlich gemessen und verbessert werden.
Wie funktioniert Retourenmanagement?
Retourenmanagement umfasst die Abwicklung von Rücksendungen: Retoure annehmen, Prüfung (Grund, Zustand), Entscheidung (Umtausch, Rückgabe, Reparatur), Bearbeitung (Waren zurück ins Lager, ggf. Aufbereitung), Erstattung (Geld zurück), Analyse (Ursachen, Häufigkeit, Kosten). Ziele: Schnelle Bearbeitung, Kundenzufriedenheit, Kostenminimierung, Ursachenanalyse. Retouren sind Kostenfaktor und sollten minimiert werden (durch bessere Qualität, korrekte Beschreibung, richtige Verpackung). Gutes Retourenmanagement schützt vor hohen Kosten.
Welche Fördermittel gibt es für Logistik?
Fördermittel: KfW-Förderung (Investitionskredite für Logistiktechnik, Lagerausbau), BAFA-Förderung (Energieeffizienz, Digitalisierung), EU-Förderung (EFRE, INTERREG), Bundesförderung (Digitalisierung, Nachhaltigkeit), Länderförderung (regional). Förderungen können Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite sein. Förderfähig: Investitionen in Technik (Gabelstapler, IT-Systeme), Modernisierung (Energieeffizienz, Digitalisierung), Aus- und Weiterbildung. Fördermittel reduzieren Investitionskosten erheblich. Informationen bei Förderberatern, IHK, Kammern.
Häufige Fragen
Wie lange habe ich Zugriff auf den Kurs?
Kann ich auf dem Smartphone lernen?
Sind die Inhalte aktuell?
Gibt es eine Kündigungsfrist?
Nur 29,90 € / Monat
Monatlich kündbar. Volle Flexibilität. Kein Risiko.
- ✅Zugriff auf alle 3 Module
- ✅HD-Qualität
- ✅Persönlicher Support
- ✅Monatlich kündbar