
Der Online-Videokurs für
Steuerfachangestellte/r
Deine komplette Prüfungsvorbereitung. Visuell, verständlich und genau auf deinen IHK-Abschluss zugeschnitten.
Warum Textbücher oft frustrieren
Trockene Theorie, schwer verständliche Fachbegriffe und endlose Textwände – so kennen viele Azubis ihre Prüfungsvorbereitung. Besonders bei komplexen Themen wie der IHK-Prüfung für Steuerfachangestellte/r wird aus dem Lernstoff schnell eine unüberschaubare Masse an Informationen. Unser Videokurs löst dieses Problem radikal mit Visuellem Lernen und zeigt dir, wie effizientes Lernen wirklich funktioniert.
Die alte Art zu lernen
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Die Evkola Methode
- Visuelles Verständnis
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Dein roter Faden durch die Prüfung

Steuerwesen
ESt, USt, KSt, GewSt und AO. Die Grundlagen des Steuerrechts.

Rechnungswesen
Buchhaltung, Jahresabschluss, Bilanz und GuV. Die kaufmännische Steuerung.

WISO
Wirtschafts- und Sozialkunde. Deine Rechte & Pflichten als Azubi.
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Prüfungsnah
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Update-Garantie
Immer aktueller Stoff. Wir aktualisieren den Kurs regelmäßig nach neuen Prüfungsvorgaben.
Entwickelt von Experten
Unsere Kurse werden nicht von Theoretikern erstellt. Jedes Modul ist geprüft von erfahrenen IHK-Prüfern und Ausbildern aus der Praxis.
Bereite dich gezielt auf Steuerfachangestellte/r vor
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Jedes Video ist darauf ausgelegt, komplexe Inhalte verständlich zu machen. Wir zeigen dir nicht nur die Theorie, sondern erklären dir auch, wie sie in der Praxis angewendet wird. Du siehst echte Beispiele aus dem Berufsalltag, lernst typische Prüfungsaufgaben zu lösen und verstehst die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themenbereichen. So verstehst du nicht nur, was du lernen musst, sondern auch warum es wichtig ist undwie du das Wissen in der Prüfung anwendest.
Unsere erfahrenen Dozenten kennen die IHK-Prüfung aus erster Hand und wissen genau, wo die Fallstricke lauern. Sie haben selbst hunderte von Azubis erfolgreich durch die Prüfung begleitet und kennen die typischen Fehler, die Prüflinge immer wieder machen. In unseren Videos erklären sie dir Schritt für Schritt, wie du komplexe Aufgaben löst, zeigen dir bewährte Lösungsstrategien und geben dir praktische Tipps, die dir in der Prüfung wirklich helfen. So bereitest du dich nicht nur oberflächlich vor, sondern erwirbst echtes Verständnis für deinen Ausbildungsberuf.
Der Kurs ist so strukturiert, dass du jederzeit zurückspringen kannst, wenn du etwas nicht verstanden hast. Du kannst schwierige Passagen mehrmals ansehen, in deinem eigenen Tempo lernen und gezielt die Themen wiederholen, die dir noch Probleme bereiten. Diese Flexibilität macht den Unterschied zwischen frustrierendem Büffeln und effektivem Lernen. Am Ende wirst du nicht nur die Prüfung bestehen – du wirst wirklich verstanden haben, worum es in deinem Beruf geht.
Dein IHK-Lexikon: Alle Themen im Detail
Steuerrecht & Grundlagen
Was umfasst das Steuerrecht in Deutschland?
Das Steuerrecht ist die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die die Erhebung von Steuern regeln, und gliedert sich in materielles Steuerrecht (Steuergesetze wie EStG, KStG, UStG) und formelles Steuerrecht (Verfahrensvorschriften in der Abgabenordnung). Es legt fest, wer unter welchen Voraussetzungen welche Steuern zahlen muss und regelt das Besteuerungsverfahren. Das Steuerrecht dient der Einnahmeerzielung des Staates und der Umsetzung wirtschafts- und sozialpolitischer Ziele.
Was regelt die Abgabenordnung (AO)?
Die Abgabenordnung ist das zentrale Verfahrensgesetz des Steuerrechts und regelt das Verhältnis zwischen Finanzbehörden und Steuerpflichtigen sowie allgemeine Vorschriften für alle Steuerarten. Sie enthält Regelungen zu Steuerschuldner, Steuerschuldverhältnis, Steuerfestsetzung, Fristen, Verjährung, Erhebungsverfahren und Rechtsmitteln. Die AO ist die Grundlage für die ordnungsgemäße Durchführung des Besteuerungsverfahrens.
Wann besteht eine Steuerpflicht?
Eine Steuerpflicht entsteht, wenn der Tatbestand eines Steuergesetzes erfüllt ist, der zur Zahlung einer Steuer verpflichtet. Sie kann unbeschränkt (für alle weltweiten Einkünfte bei Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland) oder beschränkt (nur für inländische Einkünfte) sein. Die Steuerpflicht knüpft an persönliche (natürliche/juristische Personen) oder sachliche Merkmale (bestimmte Vorgänge wie Kauf, Schenkung) an.
Welche Steuerarten gibt es in Deutschland?
Das deutsche Steuersystem kennt verschiedene Steuerarten: Besitzsteuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer), Verkehrsteuern (Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer, Versicherungsteuer), Verbrauchsteuern (Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Kaffeesteuer). Sie werden nach dem Ertragskompetenz unterschieden in Bundessteuern, Ländersteuern, Gemeindesteuern und Gemeinschaftsteuern. Jede Steuerart hat spezifische Bemessungsgrundlagen und Tarife.
Was ist ein Steuerbescheid und welche Elemente enthält er?
Ein Steuerbescheid ist die schriftliche Festsetzung der Steuerschuld durch das Finanzamt und ist ein Verwaltungsakt, der Rechtswirkung entfaltet. Er enthält die Festsetzung der Steuer (Steuerhöhe), die Berechnung der Bemessungsgrundlage, Angaben zum Steuerpflichtigen, Rechtsbehelfsbelehrung sowie eine Begründung bei Abweichungen von der Steuererklärung. Gegen einen Steuerbescheid kann innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt werden.
Einkommen- & Unternehmenssteuern
Wie funktioniert die Einkommensteuer?
Die Einkommensteuer ist eine Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen und erfasst sieben Einkunftsarten (z.B. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Gewerbebetrieb, Kapitalvermögen). Sie wird nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip progressiv berechnet, das heißt der Steuersatz steigt mit zunehmendem Einkommen. Von der Summe der Einkünfte werden Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Freibeträge abgezogen, um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln.
Was ist die Körperschaftsteuer und wer muss sie zahlen?
Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer für juristische Personen (Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG, Genossenschaften, Vereine) und besteuert deren Einkommen mit einem einheitlichen Steuersatz von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag. Die Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen, das nach ähnlichen Grundsätzen wie bei der Einkommensteuer ermittelt wird. Hinzu kommt meist die Gewerbesteuer als weitere Ertragssteuer.
Wie wird die Gewerbesteuer berechnet?
Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer auf den Gewerbeertrag von Gewerbebetrieben und wird durch Multiplikation von Gewerbeertrag, Steuermesszahl (3,5%) und kommunalem Hebesatz ermittelt. Der Gewerbeertrag wird aus dem steuerlichen Gewinn durch Hinzurechnungen (z.B. Zinsen, Mieten) und Kürzungen (z.B. Grundbesitz) ermittelt. Die Höhe der Gewerbesteuer variiert je nach Gemeinde aufgrund unterschiedlicher Hebesätze.
Was ist die Gewinnermittlung und welche Arten gibt es?
Die Gewinnermittlung ist die Feststellung des steuerpflichtigen Gewinns eines Unternehmens oder Selbstständigen und kann durch Betriebsvermögensvergleich (Bilanzierung nach § 4 Abs. 1 EStG oder § 5 EStG) oder Einnahmenüberschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) erfolgen. Beim Betriebsvermögensvergleich wird der Gewinn als Differenz zwischen Eigenkapital am Ende und Beginn des Jahres ermittelt. Kleinunternehmer und Freiberufler können die einfachere Einnahmenüberschussrechnung nutzen.
Wie funktioniert die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)?
Die Einnahmenüberschussrechnung ermittelt den Gewinn als Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben nach dem Zu- und Abflussprinzip, das heißt Einnahmen und Ausgaben werden im Zeitpunkt der tatsächlichen Zahlung erfasst. Sie ist für Kleinunternehmer, Freiberufler und land-/forstwirtschaftliche Betriebe unter bestimmten Grenzen zulässig und deutlich einfacher als die Bilanzierung. Die EÜR muss mittels amtlichem Vordruck (Anlage EÜR) elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden.
Umsatzsteuer
Was ist die Umsatzsteuer und wie wird sie erhoben?
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist eine Verbrauchsteuer auf Lieferungen und Leistungen im Inland und wird vom Unternehmer an das Finanzamt abgeführt, der sie vom Endverbraucher einzieht. Der Regelsteuersatz beträgt 19%, der ermäßigte Satz 7% (z.B. für Lebensmittel, Bücher). Die Umsatzsteuer funktioniert als Allphasen-Netto-Steuer mit Vorsteuerabzug, wodurch nur die jeweilige Wertschöpfung besteuert wird.
Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?
Der Vorsteuerabzug erlaubt es Unternehmern, die beim Einkauf gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) von der beim Verkauf vereinnahmten Umsatzsteuer (Umsatzsteuer) abzuziehen. Voraussetzungen sind: unternehmerische Verwendung, ordnungsgemäße Rechnung, Leistungsbezug für das Unternehmen. Die Zahllast ergibt sich aus: Umsatzsteuer minus Vorsteuer. Dadurch wird eine wirtschaftliche Doppelbelastung vermieden und nur die Wertschöpfung besteuert.
Welche Umsätze sind steuerfrei?
Steuerfreie Umsätze unterliegen nicht der Umsatzsteuer, aber es besteht meist kein Vorsteuerabzug (echte Steuerbefreiung). Beispiele sind: Ausfuhrlieferungen, innergemeinschaftliche Lieferungen (mit Vorsteuerabzug), Heilbehandlungen, Bildungsleistungen, Vermietung von Wohnraum, Finanzdienstleistungen, Versicherungsleistungen. Bei steuerfreien Umsätzen mit Vorsteuerabzug spricht man von unechter Befreiung.
Was ist ein innergemeinschaftlicher Erwerb?
Der innergemeinschaftliche Erwerb ist der Bezug von Waren aus einem anderen EU-Mitgliedstaat durch einen Unternehmer für sein Unternehmen und unterliegt der Erwerbsbesteuerung im Bestimmungsland. Der erwerbende Unternehmer muss die Umsatzsteuer selbst berechnen und an sein Finanzamt abführen, kann sie aber gleichzeitig als Vorsteuer abziehen (Reverse-Charge-Verfahren). Voraussetzung ist die Verwendung gültiger USt-IdNrn. und die Verbringung der Ware in einen anderen EU-Staat.
Buchführung & Rechnungswesen
Was bedeutet Buchführung und wer ist dazu verpflichtet?
Die Buchführung ist die planmäßige, lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle eines Unternehmens und dient der Gewinnermittlung, der Information von Geschäftsführung und Kapitalgebern sowie als Besteuerungsgrundlage. Buchführungspflichtig sind Kaufleute nach HGB (ab bestimmten Umsatz- und Gewinngrenzen) sowie bestimmte Rechtsformen (GmbH, AG). Kleinunternehmer und Freiberufler können stattdessen die Einnahmenüberschussrechnung nutzen.
Was ist die Finanzbuchhaltung?
Die Finanzbuchhaltung (FiBu) erfasst alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, die zu Veränderungen des Vermögens oder der Schulden führen, und dokumentiert diese chronologisch und systematisch in Büchern. Sie bildet die Grundlage für den Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) und liefert wichtige Informationen für Steuererklärungen. Die FiBu muss den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) entsprechen.
Wie werden Buchungssätze gebildet?
Ein Buchungssatz beschreibt einen Geschäftsvorfall nach dem Prinzip der doppelten Buchführung durch Angabe von Soll-Konto, Haben-Konto und Betrag (Soll an Haben). Jeder Geschäftsvorfall wird mindestens zweimal gebucht: auf der Soll-Seite eines Kontos und auf der Haben-Seite eines anderen Kontos. Beispiel: Kauf von Waren auf Ziel: Wareneinkauf an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Summe der Soll-Buchungen muss immer der Summe der Haben-Buchungen entsprechen.
Was ist ein Kontenrahmen und welche Funktion hat er?
Ein Kontenrahmen ist ein systematisches Verzeichnis aller Konten, die in der Buchführung verwendet werden können, und dient als Richtlinie für die Kontenplangestaltung. Er gliedert die Konten in Kontenklassen (0-9) nach einheitlichem Schema, z.B. SKR03 (Prozessgliederungsprinzip) oder SKR04 (Abschlussgliederungsprinzip). Unternehmen entwickeln aus dem Kontenrahmen ihren individuellen Kontenplan. Die Standardisierung erleichtert Vergleichbarkeit und Auswertungen.
Was gehört zum Belegwesen?
Das Belegwesen umfasst die Erfassung, Prüfung, Ordnung und Aufbewahrung aller Geschäftsunterlagen (Belege), die Geschäftsvorfälle dokumentieren. Grundsatz: Keine Buchung ohne Beleg. Belege können Eigenbelege (z.B. Ausgangsrechnungen, Kassenbons) oder Fremdbelege (z.B. Eingangsrechnungen, Kontoauszüge) sein. Sie müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen (z.B. Pflichtangaben auf Rechnungen) und sind 10 Jahre aufzubewahren.
Lohn & Personal
Was umfasst die Lohnbuchhaltung?
Die Lohnbuchhaltung berechnet die Gehälter und Löhne der Arbeitnehmer, ermittelt die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge, erstellt Gehaltsabrechnungen und meldet die Daten an Finanzbehörden und Sozialversicherungsträger. Sie berücksichtigt Steuerklassen, Freibeträge, Zuschläge, Sachbezüge und führt die Abzüge (Lohnsteuer, Sozialversicherung) an die entsprechenden Stellen ab. Die Lohnbuchhaltung unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben und Fristen.
Welche Bestandteile hat eine Gehaltsabrechnung?
Eine Gehaltsabrechnung enthält das Bruttogehalt (Grundgehalt plus Zulagen, Zuschläge, Prämien), den Abzug der Lohnsteuer (nach Steuerklasse und Freibeträgen), den Abzug der Sozialabgaben (Arbeitnehmeranteil), eventuelle Sachbezüge und das Nettogehalt. Zusätzlich werden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und vermögenswirksame Leistungen ausgewiesen. Die Abrechnung muss monatlich erstellt und dem Arbeitnehmer ausgehändigt werden.
Welche Sozialabgaben fallen bei der Lohnabrechnung an?
Sozialabgaben umfassen Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung, die jeweils hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden (Ausnahme: Zusatzbeitrag Krankenversicherung). Die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt die maximale Höhe der Beiträge. Arbeitgeber müssen zusätzlich Umlagen (U1 bei Krankheit, U2 bei Mutterschaft, U3 Insolvenzgeld) zahlen. Die Sozialabgaben werden vom Bruttolohn abgezogen und an die Krankenkassen abgeführt.
Was bedeutet die Steuerklasse für die Lohnsteuer?
Die Steuerklasse bestimmt die Höhe der monatlich einbehaltenen Lohnsteuer und berücksichtigt persönliche Verhältnisse (Familienstand, Kinder). Es gibt sechs Steuerklassen: I (ledig), II (alleinerziehend), III (verheiratet, höheres Einkommen), IV (verheiratet, gleiches Einkommen), V (verheiratet, geringeres Einkommen), VI (zweiter Job). Die Steuerklasse beeinflusst nur die monatliche Vorauszahlung, die Jahressteuerlast wird durch die Einkommensteuererklärung endgültig festgesetzt.
Jahresabschluss
Was ist ein Jahresabschluss und welche Bestandteile hat er?
Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines Geschäftsjahres und besteht mindestens aus Bilanz (Vermögens- und Kapitalübersicht zum Stichtag) und Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres). Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Anhang und bei bestimmten Größenklassen einen Lagebericht erstellen. Der Jahresabschluss dient der Information von Eigentümern, Gläubigern, Finanzbehörden und muss den gesetzlichen Vorschriften (HGB, GoBil) entsprechen.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) zu einem Stichtag und gliedert sich in: Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen, aktive Rechnungsabgrenzungsposten) und Passiva (Eigenkapital, Fremdkapital, passive Rechnungsabgrenzungsposten). Die Bilanzsumme auf beiden Seiten muss identisch sein. Die Bilanz zeigt die Vermögens-, Finanz- und Kapitalstruktur des Unternehmens und dient der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage.
Was sind Abschreibungen und welche Arten gibt es?
Abschreibungen erfassen den Wertverzehr von Anlagevermögen über dessen Nutzungsdauer und verteilen die Anschaffungskosten als Aufwand auf mehrere Jahre. Man unterscheidet planmäßige Abschreibungen (lineare oder degressive Methode, leistungsabhängig) und außerplanmäßige Abschreibungen (bei dauerhafter Wertminderung). Abschreibungen mindern den Gewinn und sind steuerlich abzugsfähig. Sie berücksichtigen die wirtschaftliche Abnutzung von Vermögensgegenständen.
Was sind Rückstellungen und wann werden sie gebildet?
Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Entstehung oder Höhe ungewiss sind, und werden für künftige Aufwendungen oder Verluste gebildet, z.B. für Pensionen, drohende Verluste, unterlassene Instandhaltung oder ungewisse Verbindlichkeiten. Sie dienen der periodengerechten Gewinnermittlung und berücksichtigen das Vorsichtsprinzip. Rückstellungen werden auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen und müssen jährlich bewertet und angepasst werden.
Mandanten & Verfahren
Welche Arten von Steuererklärungen gibt es?
Zu den wichtigsten Steuererklärungen zählen: Einkommensteuererklärung (für natürliche Personen), Körperschaftsteuererklärung (für Kapitalgesellschaften), Gewerbesteuererklärung (für Gewerbetreibende), Umsatzsteuererklärung (für Unternehmer), Umsatzsteuer-Voranmeldung (monatlich/vierteljährlich). Jede Steuererklärung hat spezifische Formulare, Fristen und Pflichtangaben. Die elektronische Übermittlung (ELSTER) ist für die meisten Steuererklärungen verpflichtend.
Wie funktioniert ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid?
Ein Einspruch ist ein Rechtsbehelf gegen einen Steuerbescheid und muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich beim erlassenden Finanzamt eingelegt werden. Er sollte begründet werden und führt zur Überprüfung des Bescheids durch das Finanzamt. Wird dem Einspruch nicht abgeholfen, ergeht eine Einspruchsentscheidung, gegen die Klage beim Finanzgericht möglich ist. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung, die Steuer muss zunächst nicht gezahlt werden.
Welche Fristen müssen im Steuerrecht beachtet werden?
Wichtige Fristen sind: Abgabe der Steuererklärung (31. Juli des Folgejahres, mit Steuerberater 28. Februar des übernächsten Jahres), Umsatzsteuer-Voranmeldung (10. des Folgemonats), Einspruchsfrist (ein Monat), Festsetzungsverjährung (vier Jahre, bei Steuerhinterziehung zehn Jahre), Zahlungsfristen nach Steuerbescheid (ein Monat). Die Einhaltung von Fristen ist zwingend, Versäumnisse führen zu Verspätungszuschlägen oder Verlust von Rechten.
Was umfasst die Mandantenbetreuung?
Die Mandantenbetreuung durch Steuerfachangestellte umfasst die laufende Beratung und Unterstützung in steuerlichen Angelegenheiten, die Erstellung von Steuererklärungen, Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Jahresabschlüssen sowie die Kommunikation mit Finanzämtern. Sie erfordert Fachkompetenz, Zuverlässigkeit, Verschwiegenheit und gute Kommunikationsfähigkeit. Ziel ist eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und die optimale steuerliche Gestaltung für den Mandanten.
Prüfung & Kontrolle
Was ist eine Betriebsprüfung?
Die Betriebsprüfung (Außenprüfung) ist eine Kontrolle der steuerlichen Verhältnisse eines Unternehmens durch Prüfer des Finanzamts vor Ort im Betrieb. Sie überprüft die Richtigkeit und Vollständigkeit der Buchführung, der Steuererklärungen und die Einhaltung steuerlicher Vorschriften für einen bestimmten Zeitraum (meist drei Jahre). Die Prüfung wird durch Prüfungsanordnung angekündigt und endet mit einem Prüfungsbericht, der Grundlage für geänderte Steuerbescheide sein kann.
Welche Arten von Steuerprüfungen gibt es?
Neben der Betriebsprüfung gibt es: Umsatzsteuer-Sonderprüfung (Prüfung der Umsatzsteuer-Voranmeldungen), Lohnsteuer-Außenprüfung (Prüfung der Lohnbuchhaltung), Nachschau (unangekündigte Prüfung bei Verdacht), Fahndungsprüfung (bei Verdacht auf Steuerhinterziehung). Die Prüfungsart hängt von der Unternehmensgröße, der Branche, dem Risikoprofil und eventuellen Auffälligkeiten ab. Große Unternehmen werden regelmäßig geprüft.
Welche Rechte und Pflichten bestehen gegenüber dem Finanzamt?
Steuerpflichtige haben Mitwirkungspflichten (Auskunft, Vorlage von Unterlagen, Duldung von Prüfungen) und Zahlungspflichten, aber auch Rechte wie Akteneinsicht, Anhörung vor belastenden Entscheidungen, Rechtsbehelfsmöglichkeiten (Einspruch, Klage) und Auskunftsrechte. Das Finanzamt ist zur Gleichbehandlung, zur Begründung von Entscheidungen und zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit verpflichtet. Beide Seiten müssen die gesetzlichen Fristen einhalten.
IT & Praxis
Welche Rolle spielt DATEV in der Steuerberatung?
DATEV ist eine Genossenschaft, die Software und IT-Dienstleistungen für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte anbietet. DATEV-Programme sind Branchenstandard für Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärungen und Kanzleiverwaltung. Sie ermöglichen standardisierte Prozesse, elektronische Datenübermittlung (ELSTER), Schnittstellen zu Banken und Behörden sowie cloudbasierte Zusammenarbeit mit Mandanten. DATEV-Kenntnisse sind für Steuerfachangestellte essentiell.
Was ist Liquiditätsplanung und warum ist sie wichtig?
Die Liquiditätsplanung prognostiziert künftige Ein- und Auszahlungen, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen. Sie umfasst die Planung von Einnahmen (Verkäufe, Forderungseingänge), Ausgaben (Lieferantenrechnungen, Löhne, Steuern, Investitionen) und zeigt Liquiditätsengpässe oder -überschüsse auf. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung verhindert Zahlungsunfähigkeit, optimiert den Kapitaleinsatz und ist Grundlage für Finanzierungsentscheidungen.
Was umfasst die Kostenrechnung?
Die Kostenrechnung ist ein internes Rechnungswesen zur Erfassung, Verteilung und Kontrolle der Kosten eines Unternehmens und gliedert sich in Kostenartenrechnung (welche Kosten?), Kostenstellenrechnung (wo entstehen Kosten?) und Kostenträgerrechnung (wofür entstehen Kosten?). Sie dient der Kalkulation von Verkaufspreisen, der Wirtschaftlichkeitskontrolle, der Planung und Entscheidungsfindung. Anders als die Finanzbuchhaltung ist sie nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber betriebswirtschaftlich unverzichtbar.
Recht & Verantwortung
Was ist Steuerhinterziehung und welche Folgen hat sie?
Steuerhinterziehung ist eine Straftat, bei der Steuern vorsätzlich verkürzt oder ungerechtfertigte Steuervorteile erlangt werden durch unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber Finanzbehörden oder durch Unterlassen der Anzeige steuerlich relevanter Tatsachen. Sie wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren (in schweren Fällen bis zehn Jahren) geahndet. Zusätzlich müssen die hinterzogenen Steuern nachgezahlt und Zinsen sowie eventuell Bußgelder gezahlt werden.
Was regelt das Steuerstrafrecht?
Das Steuerstrafrecht regelt Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Steuerbereich und ist in der Abgabenordnung (§§ 369-412 AO) geregelt. Es umfasst Steuerhinterziehung, Steuerhehlerei, gewerbsmäßigen Schmuggel, leichtfertige Steuerverkürzung (Ordnungswidrigkeit) sowie Verfahrensvorschriften. Zuständig sind Steuerfahndung, Staatsanwaltschaft und Strafgerichte. Eine Selbstanzeige kann unter bestimmten Voraussetzungen Straffreiheit bewirken.
Welche Pflichten und Grenzen hat die Steuerberatung?
Steuerberater und Steuerfachangestellte sind zur gewissenhaften Berufsausübung, Verschwiegenheit, Fortbildung und Beachtung berufsrechtlicher Vorschriften verpflichtet. Sie müssen im Interesse des Mandanten handeln, dürfen aber nicht zur Steuerhinterziehung anstiften oder dabei helfen. Bei Kenntnis von Steuerstraftaten des Mandanten müssen sie das Mandat niederlegen. Die Beratung erfordert Fachkompetenz, Sorgfalt und die Einhaltung ethischer Standards gemäß Steuerberatungsgesetz und Berufsordnung.
Häufige Fragen
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