
Der Online-Videokurs für
Ausbildereignungsprüfung
(AEVO / AdA)
Deine komplette Prüfungsvorbereitung. Visuell, verständlich und genau auf deinen IHK-Abschluss zugeschnitten.
Warum Textbücher oft frustrieren
Trockene Theorie, schwer verständliche Fachbegriffe und endlose Textwände – so kennen viele Azubis ihre Prüfungsvorbereitung. Besonders bei komplexen Themen wie der IHK-Prüfung für Ausbildereignungsprüfung (AEVO / AdA) wird aus dem Lernstoff schnell eine unüberschaubare Masse an Informationen. Unser Videokurs löst dieses Problem radikal mit Visuellem Lernen und zeigt dir, wie effizientes Lernen wirklich funktioniert.
Die alte Art zu lernen
- Veraltete Skripte
- Trockene Theorie
- Fehlender Praxisbezug
Die Evkola Methode
- Visuelles Verständnis
- Echte Geschäftsfälle
- Fokus auf Verständnis

Kurs-Trailer ansehen
Dein roter Faden durch die Prüfung

Ausbildungsvoraussetzungen prüfen
Eignung feststellen, Berufswahl begleiten, Ausbildungsberufe beurteilen.

Ausbildung vorbereiten
Ausbildungsplan erstellen, Lernziele definieren, Ausbildungsmethoden wählen.

Ausbildung durchführen
Lernprozesse steuern, 4-Stufen-Methode anwenden, Feedback geben.

Ausbildung abschließen
Ausbildung abschließen, Prüfungen vorbereiten, Zeugnisse erstellen.
Lernen im eigenen Tempo
Pause, Spulen, Wiederholen – du bestimmst, wie schnell du lernst. Keine Zeitnot, kein Druck.
Überall verfügbar
Lerne auf Handy, Tablet oder Laptop – zu Hause, unterwegs oder in der Pause.
Prüfungsnah
Fokus auf relevante IHK-Themen. Kein unnötiger Ballast – nur was wirklich wichtig ist.
Update-Garantie
Immer aktueller Stoff. Wir aktualisieren den Kurs regelmäßig nach neuen Prüfungsvorgaben.
Entwickelt von Experten
Unsere Kurse werden nicht von Theoretikern erstellt. Jedes Modul ist geprüft von erfahrenen IHK-Prüfern und Ausbildern aus der Praxis.
Bereite dich gezielt auf Ausbildereignungsprüfung (AEVO / AdA) vor
Unser Kurs deckt den offiziellen Rahmenlehrplan lückenlos ab. Wir starten mit den Grundlagen von Ausbildungsvoraussetzungen prüfen, gehen dann tief in die Details von Ausbildung vorbereiten und bereiten dich optimal auf Ausbildung durchführen vor. Egal ob Rechenaufgaben oder komplexe Fälle – wir holen dich da ab, wo du stehst, und führen dich Schritt für Schritt zum Prüfungserfolg.
Jedes Video ist darauf ausgelegt, komplexe Inhalte verständlich zu machen. Wir zeigen dir nicht nur die Theorie, sondern erklären dir auch, wie sie in der Praxis angewendet wird. Du siehst echte Beispiele aus dem Berufsalltag, lernst typische Prüfungsaufgaben zu lösen und verstehst die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themenbereichen. So verstehst du nicht nur, was du lernen musst, sondern auch warum es wichtig ist undwie du das Wissen in der Prüfung anwendest.
Unsere erfahrenen Dozenten kennen die IHK-Prüfung aus erster Hand und wissen genau, wo die Fallstricke lauern. Sie haben selbst hunderte von Azubis erfolgreich durch die Prüfung begleitet und kennen die typischen Fehler, die Prüflinge immer wieder machen. In unseren Videos erklären sie dir Schritt für Schritt, wie du komplexe Aufgaben löst, zeigen dir bewährte Lösungsstrategien und geben dir praktische Tipps, die dir in der Prüfung wirklich helfen. So bereitest du dich nicht nur oberflächlich vor, sondern erwirbst echtes Verständnis für deinen Ausbildungsberuf.
Der Kurs ist so strukturiert, dass du jederzeit zurückspringen kannst, wenn du etwas nicht verstanden hast. Du kannst schwierige Passagen mehrmals ansehen, in deinem eigenen Tempo lernen und gezielt die Themen wiederholen, die dir noch Probleme bereiten. Diese Flexibilität macht den Unterschied zwischen frustrierendem Büffeln und effektivem Lernen. Am Ende wirst du nicht nur die Prüfung bestehen – du wirst wirklich verstanden haben, worum es in deinem Beruf geht.
Dein IHK-Lexikon: Alle Themen im Detail
Berufsbildung & Recht
Was regelt das Berufsbildungsgesetz (BBiG)?
Das Berufsbildungsgesetz ist die zentrale gesetzliche Grundlage für die berufliche Bildung in Deutschland und regelt die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung. Es enthält Vorschriften zu Ausbildungsvertrag, Rechten und Pflichten der Vertragsparteien, Eignung von Ausbildern und Ausbildungsstätten, Prüfungen sowie zur Organisation der Berufsbildung. Das BBiG sichert die Qualität der Ausbildung und schützt die Auszubildenden.
Was bedeutet Ausbildung im Sinne des BBiG?
Ausbildung im Sinne des BBiG ist die Vermittlung von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten in einem geordneten Ausbildungsgang, der zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigt. Sie findet im dualen System statt (betriebliche Ausbildung und Berufsschule) und schließt mit einer Prüfung ab. Die Ausbildung muss einer anerkannten Ausbildungsordnung folgen und die berufliche Handlungsfähigkeit zum Ziel haben.
Welche Voraussetzungen gelten für die Ausbildereignung?
Nach § 30 BBiG muss ein Ausbilder persönlich und fachlich geeignet sein. Die persönliche Eignung fehlt bei schweren Straftaten oder wiederholten Verstößen gegen das BBiG. Die fachliche Eignung umfasst berufliche und berufs- und arbeitspädagogische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, nachgewiesen durch eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Fachrichtung und die bestandene Ausbildereignungsprüfung (AEVO). Die Eignung wird von der zuständigen Stelle (IHK, HWK) geprüft.
Was ist eine Ausbildungsordnung?
Die Ausbildungsordnung ist eine Rechtsverordnung des Bundes, die für jeden anerkannten Ausbildungsberuf die bundeseinheitlichen Mindestanforderungen festlegt. Sie enthält Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Ausbildungsberufsbild (zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten), Ausbildungsrahmenplan, Prüfungsanforderungen und gegebenenfalls besondere Regelungen. Die Ausbildungsordnung ist verbindlich für alle Ausbildungsverhältnisse im jeweiligen Beruf.
Planung der Ausbildung
Was ist ein Ausbildungsrahmenplan?
Der Ausbildungsrahmenplan ist Bestandteil der Ausbildungsordnung und listet die zu vermittelnden Ausbildungsinhalte (Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten) mit zeitlichen Richtwerten auf. Er gliedert sich meist in berufsspezifische Qualifikationen und integrative Fertigkeiten (z.B. Arbeitsorganisation, Umweltschutz). Der Ausbildungsrahmenplan ist eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Ausbildung und bildet die Grundlage für den betrieblichen Ausbildungsplan.
Wie erfolgt die Ausbildungsplanung im Betrieb?
Die Ausbildungsplanung umfasst die sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsinhalte für den jeweiligen Betrieb auf Basis des Ausbildungsrahmenplans. Der Ausbilder erstellt einen betrieblichen Ausbildungsplan, der die Ausbildungsinhalte auf die betrieblichen Gegebenheiten abstimmt, Ausbildungsabschnitte festlegt, Lernorte zuweist und Verantwortlichkeiten regelt. Die Planung muss die systematische Kompetenzentwicklung sicherstellen und wird mit dem Auszubildenden besprochen. Der Ausbildungsplan ist dem Ausbildungsvertrag beizufügen.
Was sind Lernziele und wie werden sie formuliert?
Lernziele beschreiben, welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten der Auszubildende am Ende einer Lerneinheit beherrschen soll, und dienen der Orientierung für Ausbilder und Auszubildende. Sie werden nach Richtziele (langfristig, grob), Grobziele (mittelfristig, Themengebiete) und Feinziele (kurzfristig, konkrete Handlungen) unterschieden. Lernziele sollten nach der SMART-Methode formuliert werden: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert. Sie umfassen kognitive (Wissen), affektive (Einstellung) und psychomotorische (Fertigkeiten) Bereiche.
Was ist Ausbildungsmarketing?
Ausbildungsmarketing umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung, Auswahl und Bindung geeigneter Auszubildender und zur Positionierung als attraktiver Ausbildungsbetrieb. Es beinhaltet interne Maßnahmen (Ausbildungsqualität, Übernahmeperspektiven, attraktive Arbeitsbedingungen) und externe Maßnahmen (Messeauftritte, Social Media, Schulkooperationen, Praktika, Ausbildungsbotschafter). Ziel ist es, qualifizierte Bewerber anzusprechen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und den Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Didaktik & Methodik
Was bedeutet Didaktik in der Ausbildung?
Didaktik ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen und befasst sich mit der Frage, was, warum und wozu gelernt werden soll. Sie umfasst die Auswahl, Begründung und Strukturierung von Lerninhalten sowie die Formulierung von Lernzielen. In der Ausbildung bedeutet Didaktik die Planung und Gestaltung von Lernprozessen unter Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen, der Lernziele und der Rahmenbedingungen. Eine gute Didaktik orientiert sich am Lernenden und fördert selbstgesteuertes, handlungsorientiertes Lernen.
Was versteht man unter Methodik?
Methodik befasst sich mit der Frage, wie Lerninhalte vermittelt werden, und umfasst die Auswahl und Anwendung von Lernmethoden, Sozialformen und Medien. Sie ist das "Handwerkszeug" des Ausbilders zur Umsetzung didaktischer Ziele. Wichtige methodische Aspekte sind die Wahl zwischen darbietenden (z.B. Vortrag, Demonstration) und erarbeitenden Methoden (z.B. Lehrgespräch, Gruppenarbeit), die Gestaltung der Lernumgebung und der Einsatz aktivierender Elemente. Die Methodik muss zu Lerninhalt, Lernziel und Zielgruppe passen.
Welche Lernmethoden gibt es in der Ausbildung?
Wichtige Lernmethoden sind die Vier-Stufen-Methode (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Üben - geeignet für praktische Fertigkeiten), das Lehrgespräch (Entwicklung durch Fragen und Antworten), die Leittextmethode (selbstgesteuertes Lernen mit Leitfragen), Projektmethode (komplexe, praxisnahe Aufgaben), Rollenspiel (Verhaltenstraining) und Gruppenarbeit (kooperatives Lernen). Die Methodenwahl hängt vom Lernziel, der Komplexität des Inhalts und den Lernvoraussetzungen ab. Ein Methodenmix fördert nachhaltiges Lernen.
Worauf ist bei einer Präsentation zu achten?
Eine gute Präsentation ist strukturiert (Einleitung, Hauptteil, Schluss), visualisiert (Folien, Flipchart, Modelle), adressatengerecht und zeitlich angemessen. Der Vortragende sollte frei sprechen, Blickkontakt halten, verständlich formulieren und Körpersprache bewusst einsetzen. Visualisierungen sollten klar, übersichtlich und unterstützend sein (nicht überladen). Die Präsentation muss zum Lernziel passen und kann durch Interaktion (Fragen, Diskussion) oder Medienvielfalt aufgelockert werden.
Durchführung
Was umfasst die Ausbildungsdurchführung?
Die Ausbildungsdurchführung ist die praktische Umsetzung der Ausbildungsplanung und umfasst die Vermittlung der Ausbildungsinhalte, die Anleitung und Betreuung der Auszubildenden, die Lernortkooperation (Betrieb, Berufsschule, ÜBS) sowie die Dokumentation und Kontrolle des Lernfortschritts. Der Ausbilder muss Lernprozesse gestalten, individuelle Förderung bieten, Motivation aufrechterhalten und für ein lernförderliches Klima sorgen. Die Durchführung orientiert sich am Ausbildungsplan und den Lernzielen.
Wie können Auszubildende motiviert werden?
Motivation entsteht durch Sinnhaftigkeit der Aufgaben, Erfolgserlebnisse, Anerkennung, Verantwortungsübertragung und ein positives Lernklima. Wichtige Motivationsfaktoren sind herausfordernde, aber erfüllbare Aufgaben, konstruktives Feedback, Wertschätzung der Person, Einbindung in Entscheidungen und Perspektiven (Übernahme, Weiterbildung). Demotivatoren wie monotone Aufgaben, fehlende Rückmeldung, Überforderung oder Unterforderung sollten vermieden werden. Intrinsische Motivation (aus eigenem Antrieb) ist nachhaltiger als extrinsische (durch äußere Anreize).
Welche Bedeutung hat Kommunikation in der Ausbildung?
Kommunikation ist zentral für erfolgreiche Ausbildung und umfasst verbale, nonverbale und schriftliche Elemente. Eine klare, verständliche und wertschätzende Kommunikation fördert Lernprozesse, vermeidet Missverständnisse und stärkt die Ausbilder-Auszubildenden-Beziehung. Wichtig sind aktives Zuhören, offene Fragen, Ich-Botschaften (statt Vorwürfe) und eine Feedbackkultur. Der Ausbilder sollte auf die Körpersprache achten, empathisch reagieren und Störungen frühzeitig erkennen.
Was ist konstruktives Feedback?
Konstruktives Feedback ist eine zeitnahe, konkrete und wertschätzende Rückmeldung über gezeigte Leistungen oder Verhaltensweisen und fördert Lernprozesse. Es sollte beschreibend (nicht bewertend), zeitnah, spezifisch und lösungsorientiert sein. Die Feedback-Regeln umfassen: konkrete Beispiele nennen, mit positiven Aspekten beginnen, Verbesserungspotenziale sachlich ansprechen, gemeinsam Lösungen erarbeiten. Feedback dient der Orientierung, Motivation und kontinuierlichen Verbesserung und sollte regelmäßig erfolgen.
Kontrolle & Bewertung
Was ist ein Ausbildungsnachweis und welche Funktion hat er?
Der Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) dokumentiert die vermittelten Ausbildungsinhalte und ist vom Auszubildenden zu führen (§ 13 BBiG). Er kann schriftlich oder elektronisch geführt werden und enthält zeitliche und sachliche Angaben zu den ausgeführten Tätigkeiten, Unterweisungen und Berufsschulunterricht. Der Ausbildungsnachweis dient der Lernreflexion, der Kontrolle der Ausbildung und ist Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Der Ausbilder muss ihn regelmäßig prüfen und abzeichnen.
Wie funktioniert Lernzielkontrolle?
Lernzielkontrolle überprüft, ob die formulierten Lernziele erreicht wurden, und kann durch Beobachtung, Fragen, praktische Übungen, Tests oder Arbeitsproben erfolgen. Sie dient der Standortbestimmung, der Motivation und der Steuerung weiterer Lernprozesse. Lernzielkontrollen sollten regelmäßig, objektiv, transparent und an den Lernzielen orientiert sein. Sie geben Ausbilder und Auszubildenden Rückmeldung über Lernfortschritte und decken Defizite auf.
Worauf ist bei der Leistungsbewertung zu achten?
Leistungsbewertung muss objektiv, transparent, nachvollziehbar und kriterienorientiert erfolgen. Sie sollte sich an den Lernzielen und Ausbildungsanforderungen orientieren, verschiedene Leistungsbereiche (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz) berücksichtigen und schriftlich dokumentiert werden. Wichtig sind klare Bewertungsmaßstäbe, die dem Auszubildenden bekannt sind, sowie die Unterscheidung zwischen förderorientierter Bewertung (während der Ausbildung) und abschließender Beurteilung (z.B. Arbeitszeugnis).
Was gehört zu einer Beurteilung von Auszubildenden?
Eine Beurteilung bewertet systematisch die Leistung und das Verhalten eines Auszubildenden und umfasst Fachkompetenz (Kenntnisse, Fertigkeiten), Methodenkompetenz (Arbeitsweise, Problemlösung), Sozialkompetenz (Teamfähigkeit, Kommunikation) und Personalkompetenz (Zuverlässigkeit, Motivation, Selbstständigkeit). Sie sollte auf konkreten Beobachtungen basieren, verschiedene Situationen berücksichtigen und Entwicklungen aufzeigen. Beurteilungen dienen der Förderung, Entscheidungsfindung (Übernahme) und Qualifikationsnachweis (Zeugnis).
Soziale Kompetenz
Wie können Konflikte in der Ausbildung gelöst werden?
Konflikte sollten frühzeitig erkannt und konstruktiv bearbeitet werden durch offene Kommunikation, aktives Zuhören, Verständnis für verschiedene Perspektiven und gemeinsame Lösungssuche. Wichtige Schritte sind: Konflikt ansprechen, Sachebene klären, Emotionen wahrnehmen, Interessen herausarbeiten, Win-Win-Lösungen entwickeln. Bei schweren Konflikten können Vermittler (Ausbildungsleiter, Betriebsrat, Schlichtungsstelle) hinzugezogen werden. Präventiv wirken klare Regeln, Wertschätzung und eine offene Feedback-Kultur.
Was bedeutet Sozialkompetenz?
Sozialkompetenz umfasst Fähigkeiten und Einstellungen, die das Zusammenleben und die Zusammenarbeit mit anderen ermöglichen, wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Konfliktfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Kritikfähigkeit. Sie ist neben Fach- und Methodenkompetenz eine Schlüsselqualifikation für beruflichen Erfolg. In der Ausbildung wird Sozialkompetenz durch Gruppenarbeit, Projekte, Feedback und Vorbildfunktion des Ausbilders gefördert.
Was versteht man unter Methodenkompetenz?
Methodenkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Arbeitstechniken und Lernstrategien situationsgerecht anzuwenden, Informationen zu beschaffen und zu verarbeiten, Probleme zu analysieren und zu lösen sowie die eigene Arbeit zu planen und zu organisieren. Sie umfasst Techniken wie Zeitmanagement, Präsentationstechniken, Problemlösungsstrategien, Kreativitätstechniken und selbstgesteuertes Lernen. Methodenkompetenz befähigt zum "Lernen lernen" und ist Voraussetzung für lebenslanges Lernen.
Was ist Fachkompetenz?
Fachkompetenz umfasst die berufsspezifischen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit erforderlich sind. Sie wird durch die Ausbildungsordnung definiert und in Theorie (Wissen) und Praxis (Können) unterteilt. Fachkompetenz allein reicht nicht aus – sie muss durch Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz ergänzt werden, um berufliche Handlungsfähigkeit zu erreichen. In der Ausbildung wird Fachkompetenz systematisch aufgebaut und in Prüfungen nachgewiesen.
Recht & Schutz
Was regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz?
Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) schützt Jugendliche unter 18 Jahren vor Überforderung, Überbeanspruchung und Gefahren am Arbeitsplatz und regelt Arbeitszeit (max. 8 Stunden täglich, 40 Stunden wöchentlich), Pausen (mind. 30 Min. bei 4,5-6 Std., 60 Min. ab 6 Std.), Ruhezeiten (mind. 12 Std.), Nachtruhe (20-6 Uhr), Beschäftigungsverbote (gefährliche Arbeiten) und ärztliche Untersuchungen (vor Ausbildungsbeginn, nach einem Jahr). Verstöße können Bußgelder oder strafrechtliche Folgen haben.
Welche Arbeitsschutzvorschriften gelten in der Ausbildung?
Ausbilder müssen für sichere Arbeitsbedingungen sorgen und Auszubildende über Gefahren unterweisen (Arbeitsschutzgesetz, Unfallverhütungsvorschriften). Dies umfasst die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und die Einhaltung von Grenzwerten (Lärm, Gefahrstoffe). Auszubildende sind verpflichtet, Schutzvorschriften einzuhalten und Mängel zu melden. Bei Minderjährigen gelten besondere Schutzvorschriften (JArbSchG).
Welche Mitbestimmungsrechte gelten in der Ausbildung?
Der Betriebsrat hat Mitbestimmungsrechte bei der Einstellung, Versetzung und Kündigung von Auszubildenden sowie bei Maßnahmen der Berufsbildung (§ 98 BetrVG). Er kann die Bestellung von Ausbildern ablehnen, wenn diese persönlich oder fachlich ungeeignet sind. Jugendliche und Auszubildende können eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) wählen, die ihre Interessen vertritt und Anregungen an den Betriebsrat weiterleitet. Die Mitbestimmung sichert die Qualität der Ausbildung und schützt die Auszubildenden.
Welche Rechte und Pflichten haben Auszubildende?
Rechte: Vermittlung der Ausbildungsinhalte, angemessene Vergütung, Freistellung für Berufsschule und Prüfungen, Urlaub, Zeugnisanspruch, Probezeit (max. 4 Monate). Pflichten: Lernpflicht (Sorgfalt, Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen), Weisungsgebundenheit, Berichtsheftführung, Berufsschulbesuch, Sorgfaltspflicht, Schweigepflicht über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Verstöße gegen Pflichten können Abmahnung oder Kündigung zur Folge haben.
Prüfungen
Welche Funktion hat die Zwischenprüfung?
Die Zwischenprüfung (bei neuen Ausbildungsordnungen: Gestrecktes Prüfungsverfahren Teil 1) dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes zur Halbzeit der Ausbildung. Sie ist keine Versetzungs- oder Bestehensvoraussetzung, sondern gibt Auszubildenden, Ausbildern und Berufsschule Rückmeldung über Lernfortschritte und deckt Defizite auf. Beim gestreckten Prüfungsverfahren geht Teil 1 bereits in die Endnote ein. Die Teilnahme ist Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung.
Wie ist die Abschlussprüfung aufgebaut?
Die Abschlussprüfung prüft die berufliche Handlungsfähigkeit und gliedert sich je nach Beruf in einen schriftlichen (theoretische Kenntnisse) und einen praktischen Teil (Fertigkeiten). Sie wird vor einem Prüfungsausschuss der zuständigen Stelle (IHK, HWK) abgelegt und umfasst verschiedene Prüfungsbereiche gemäß Ausbildungsordnung. Zum Bestehen müssen in allen Bereichen mindestens ausreichende Leistungen erzielt werden (Notenschnitt und Einzelnoten beachten). Die Prüfung orientiert sich am Ausbildungsberufsbild.
Was ist ein Fachgespräch in der Prüfung?
Das Fachgespräch ist ein mündlicher Prüfungsteil, bei dem der Prüfling sein fachliches Wissen, seine Problemlösefähigkeit und Kommunikationskompetenz unter Beweis stellt. Es kann situativ (ausgehend von einer praktischen Arbeitsprobe), fallbezogen (anhand eines Szenarios) oder reportbezogen (über ein durchgeführtes Projekt) erfolgen. Das Fachgespräch dauert je nach Ausbildungsordnung 15-30 Minuten und prüft die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erklären, Entscheidungen zu begründen und Fachbegriffe anzuwenden.
Welche Prüfungsbereiche gibt es?
Prüfungsbereiche sind fachlich abgegrenzte Themengebiete, die in der Abschlussprüfung abgeprüft werden und in der Ausbildungsordnung festgelegt sind. Typische Bereiche sind z.B. Arbeitsauftrag/betriebliche Arbeit, Auftrags- und Wirtschaftsprozesse, Sozialkunde/Wirtschafts- und Sozialkunde. Jeder Prüfungsbereich hat eine Gewichtung und Mindestanforderung. Die Prüfungsbereiche spiegeln die berufliche Handlungsfähigkeit wider und werden durch verschiedene Prüfungsformen (schriftlich, mündlich, praktisch) geprüft.
Wie funktioniert eine Präsentationsprüfung?
Bei der Präsentationsprüfung erstellt der Prüfling eine Präsentation über ein betriebliches Projekt oder eine Aufgabenstellung und stellt diese dem Prüfungsausschuss vor, gefolgt von einem Fachgespräch. Die Präsentation (meist 10-15 Min.) soll Planung, Durchführung und Ergebnisse darstellen und kann durch Medien (PowerPoint, Flipchart, Muster) unterstützt werden. Im Fachgespräch (meist 15-20 Min.) werden Hintergründe, Entscheidungen und Fachkenntnisse vertieft. Bewertet werden Fachkompetenz, Präsentationskompetenz und Kommunikationsfähigkeit.
Rollen & Beteiligte
Welche Aufgaben hat ein Ausbilder?
Der Ausbilder ist verantwortlich für die Planung, Durchführung und Kontrolle der Ausbildung und muss die Ausbildungsinhalte systematisch vermitteln, Auszubildende anleiten, fördern und beurteilen sowie die Ausbildung dokumentieren. Er fungiert als Fachexperte, Lernbegleiter, Vorbild und Beurteiler. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Zusammenarbeit mit Berufsschulen, die Vorbereitung auf Prüfungen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Schaffung eines lernförderlichen Klimas. Der Ausbilder muss persönlich und fachlich geeignet sein (AEVO).
Was zeichnet gute Auszubildende aus?
Gute Auszubildende zeigen Lernbereitschaft, Motivation, Zuverlässigkeit, Engagement und die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und umzusetzen. Sie erfüllen ihre Pflichten (Lernpflicht, Berufsschulbesuch, Berichtsheftführung), zeigen Interesse an den Ausbildungsinhalten, arbeiten selbstständig und teamorientiert und entwickeln sich kontinuierlich weiter. Wichtig sind auch Pünktlichkeit, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Fragen zu stellen und sich Hilfe zu holen.
Welche Verantwortung trägt der Ausbildungsbetrieb?
Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, eine planmäßige, geordnete Ausbildung zu gewährleisten, geeignete Ausbilder bereitzustellen, notwendige Ausbildungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen und Auszubildende für Berufsschule und Prüfungen freizustellen (§ 14 BBiG). Er muss die Ausbildungseignung besitzen (personell, sachlich, fachlich), einen Ausbildungsvertrag schließen, Vergütung zahlen und ein Zeugnis ausstellen. Der Betrieb trägt Verantwortung für die Qualität der Ausbildung und die Einhaltung rechtlicher Vorschriften.
Qualität & Abschluss
Was bedeutet Kompetenzentwicklung in der Ausbildung?
Kompetenzentwicklung ist der systematische Aufbau von Fach-, Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz zur Erlangung beruflicher Handlungsfähigkeit. Sie erfolgt nicht nur durch Wissensvermittlung, sondern durch handlungsorientiertes, selbstgesteuertes Lernen in realen oder realitätsnahen Situationen. Kompetenzen zeigen sich in der Fähigkeit, in neuen, unbekannten Situationen eigenständig und verantwortlich zu handeln. Die Kompetenzentwicklung wird durch Reflexion, Feedback und zunehmende Anforderungen gefördert.
Welche Schlüsselqualifikationen sind wichtig?
Schlüsselqualifikationen sind überfachliche, berufsübergreifende Kompetenzen, die zur Bewältigung wechselnder Anforderungen befähigen, wie Methodenkompetenz (Problemlösung, Lernfähigkeit), Sozialkompetenz (Teamfähigkeit, Kommunikation), Personalkompetenz (Selbstständigkeit, Verantwortung, Flexibilität) und Medienkompetenz (Umgang mit digitalen Technologien). Sie ermöglichen lebenslanges Lernen, berufliche Mobilität und Anpassungsfähigkeit. In der Ausbildung werden Schlüsselqualifikationen integrativ mit der Fachkompetenz vermittelt.
Was passiert nach dem Ausbildungsabschluss?
Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten Auszubildende ein Prüfungszeugnis der zuständigen Stelle und ein Ausbildungszeugnis des Betriebs. Das Ausbildungsverhältnis endet mit Bestehen der Prüfung (bei Nichtbestehen mit Ablauf der vertraglich vereinbarten Zeit, sofern keine Verlängerung beantragt wird). Der Betrieb kann Auszubildende übernehmen (unbefristet oder befristet für max. 1 Jahr), ansonsten endet das Arbeitsverhältnis automatisch. Qualifizierte Fachkräfte können sich weiterbilden (z.B. Meister, Fachwirt, Studium).
Was wird in der Ausbildereignungsprüfung geprüft?
Die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) prüft berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse in vier Handlungsfeldern: 1) Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen, 2) Ausbildung vorbereiten und Auszubildende einstellen, 3) Ausbildung durchführen, 4) Ausbildung abschließen. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil (etwa 180 Minuten, bundeseinheitliche Aufgaben) und einer praktischen Prüfung (Präsentation oder Durchführung einer Ausbildungssituation plus Fachgespräch, etwa 30 Minuten). Die Prüfung wird von der IHK oder HWK abgenommen.
Häufige Fragen
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