
Der Online-Videokurs für
Buchführung & Kostenrechnung
kompakt erklärt
Deine komplette Prüfungsvorbereitung. Visuell, verständlich und genau auf deinen IHK-Abschluss zugeschnitten.
Warum Textbücher oft frustrieren
Trockene Theorie, schwer verständliche Fachbegriffe und endlose Textwände – so kennen viele Azubis ihre Prüfungsvorbereitung. Besonders bei komplexen Themen wie der IHK-Prüfung für Buchführung & Kostenrechnung kompakt erklärt wird aus dem Lernstoff schnell eine unüberschaubare Masse an Informationen. Unser Videokurs löst dieses Problem radikal mit Visuellem Lernen und zeigt dir, wie effizientes Lernen wirklich funktioniert.
Die alte Art zu lernen
- Veraltete Skripte
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Die Evkola Methode
- Visuelles Verständnis
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- Fokus auf Verständnis

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Dein roter Faden durch die Prüfung

Buchführung (Fibu)
Buchungssätze, Konten, Jahresabschluss und Bilanz verstehen.

Kostenrechnung (KLR)
Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger und Deckungsbeitragsrechnung.

Controlling & Kennzahlen
Bilanzkennzahlen, Rentabilität und betriebswirtschaftliche Auswertungen.
Lernen im eigenen Tempo
Pause, Spulen, Wiederholen – du bestimmst, wie schnell du lernst. Keine Zeitnot, kein Druck.
Überall verfügbar
Lerne auf Handy, Tablet oder Laptop – zu Hause, unterwegs oder in der Pause.
Prüfungsnah
Fokus auf relevante IHK-Themen. Kein unnötiger Ballast – nur was wirklich wichtig ist.
Update-Garantie
Immer aktueller Stoff. Wir aktualisieren den Kurs regelmäßig nach neuen Prüfungsvorgaben.
Entwickelt von Experten
Unsere Kurse werden nicht von Theoretikern erstellt. Jedes Modul ist geprüft von erfahrenen IHK-Prüfern und Ausbildern aus der Praxis.
Bereite dich gezielt auf Buchführung & Kostenrechnung kompakt erklärt vor
Unser Kurs deckt den offiziellen Rahmenlehrplan lückenlos ab. Wir starten mit den Grundlagen von Buchführung (Fibu), gehen dann tief in die Details von Kostenrechnung (KLR) und bereiten dich optimal auf Controlling & Kennzahlen vor. Egal ob Rechenaufgaben oder komplexe Fälle – wir holen dich da ab, wo du stehst, und führen dich Schritt für Schritt zum Prüfungserfolg.
Jedes Video ist darauf ausgelegt, komplexe Inhalte verständlich zu machen. Wir zeigen dir nicht nur die Theorie, sondern erklären dir auch, wie sie in der Praxis angewendet wird. Du siehst echte Beispiele aus dem Berufsalltag, lernst typische Prüfungsaufgaben zu lösen und verstehst die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themenbereichen. So verstehst du nicht nur, was du lernen musst, sondern auch warum es wichtig ist undwie du das Wissen in der Prüfung anwendest.
Unsere erfahrenen Dozenten kennen die IHK-Prüfung aus erster Hand und wissen genau, wo die Fallstricke lauern. Sie haben selbst hunderte von Azubis erfolgreich durch die Prüfung begleitet und kennen die typischen Fehler, die Prüflinge immer wieder machen. In unseren Videos erklären sie dir Schritt für Schritt, wie du komplexe Aufgaben löst, zeigen dir bewährte Lösungsstrategien und geben dir praktische Tipps, die dir in der Prüfung wirklich helfen. So bereitest du dich nicht nur oberflächlich vor, sondern erwirbst echtes Verständnis für deinen Ausbildungsberuf.
Der Kurs ist so strukturiert, dass du jederzeit zurückspringen kannst, wenn du etwas nicht verstanden hast. Du kannst schwierige Passagen mehrmals ansehen, in deinem eigenen Tempo lernen und gezielt die Themen wiederholen, die dir noch Probleme bereiten. Diese Flexibilität macht den Unterschied zwischen frustrierendem Büffeln und effektivem Lernen. Am Ende wirst du nicht nur die Prüfung bestehen – du wirst wirklich verstanden haben, worum es in deinem Beruf geht.
Dein IHK-Lexikon: Alle Themen im Detail
Grundlagen
Was ist Rechnungswesen?
Das Rechnungswesen umfasst alle Prozesse zur systematischen Erfassung, Aufbereitung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten. Es gliedert sich in: Finanzbuchhaltung (externes Rechnungswesen - gesetzlich vorgeschrieben, für Gläubiger, Steuern), Kosten- und Leistungsrechnung (internes Rechnungswesen - für Unternehmenssteuerung), Betriebsstatistik und Planungsrechnung. Das Rechnungswesen ist das Nervensystem jedes Unternehmens und liefert die Grundlage für Entscheidungen, Steuern und Jahresabschluss.
Was versteht man unter Buchführung?
Die Buchführung ist die systematische, vollständige und zeitgerechte Erfassung aller Geschäftsvorfälle in einem Unternehmen. Sie dokumentiert alle Einnahmen, Ausgaben, Vermögensveränderungen und Schulden in chronologischer und sachlicher Ordnung. Die Buchführung ist gesetzlich vorgeschrieben (HGB, Steuerrecht) und muss nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) erfolgen. Sie bildet die Basis für Bilanz, GuV und Steuererklärung.
Was ist die Finanzbuchhaltung?
Die Finanzbuchhaltung (Fibu) ist das externe Rechnungswesen und erfasst alle Geschäftsvorfälle nach gesetzlichen Vorschriften (HGB, Steuerrecht). Sie umfasst: Erfassung aller Belege, Verbuchung auf Konten, Erstellung von Bilanz und GuV, Jahresabschluss. Zielgruppe: Externe (Gläubiger, Fiskus, Investoren). Die Finanzbuchhaltung ist für größere Unternehmen (Überschreitung bestimmter Grenzwerte) verpflichtend und muss von einem Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Sie zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.
Was ist ein Kontenrahmen?
Ein Kontenrahmen ist ein systematisches, nummeriertes Verzeichnis aller Konten, die in der Buchhaltung verwendet werden können. In Deutschland ist der SKR (Standardkontenrahmen) üblich, besonders SKR 03 (Industrie) und SKR 04 (Handel). Der Kontenrahmen ordnet Konten nach Kontenklassen: Klasse 0 (Anlagevermögen), Klasse 1 (Umlaufvermögen), Klasse 2 (Eigenkapital), Klasse 3 (Fremdkapital), Klasse 4/5 (Aufwendungen), Klasse 6/7 (Erträge), Klasse 8/9 (Betriebs- und Nebenergebnis). Der Kontenrahmen sorgt für einheitliche Buchungen und erleichtert die Vergleichbarkeit.
Kostenrechnung
Was ist Kostenrechnung?
Die Kostenrechnung (KLR) ist das interne Rechnungswesen und dient der Kostenplanung, -kontrolle und -steuerung. Sie erfasst, verrechnet und analysiert Kosten, um Entscheidungen zu unterstützen. Sie gliedert sich in: Kostenartenrechnung (welche Kosten fallen an?), Kostenstellenrechnung (wo fallen Kosten an?), Kostenträgerrechnung (wofür fallen Kosten an?). Die Kostenrechnung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber essentiell für Unternehmensführung, Preisgestaltung und Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Was ist die Kostenartenrechnung?
Die Kostenartenrechnung beantwortet die Frage: Welche Kosten sind entstanden? Sie erfasst und gliedert alle Kosten nach Art: Materialkosten (Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe), Personalkosten (Löhne, Gehälter, Sozialabgaben), Abschreibungen (auf Anlagevermögen), Zinsen, Steuern, Mieten. Wichtig ist die Unterscheidung von Aufwendungen (Finanzbuchhaltung) und Kosten (nur betriebsbedingte Aufwendungen). Die Kostenartenrechnung ist die Basis für alle weiteren Kostenrechnungen.
Was ist die Kostenstellenrechnung?
Die Kostenstellenrechnung beantwortet die Frage: Wo sind die Kosten entstanden? Sie verteilt die Gesamtkosten auf Kostenstellen (Abteilungen, Bereiche, z.B. Fertigung, Verwaltung, Vertrieb, Material). Ziele: Kostenkontrolle (wer ist kostenverantwortlich?), Kostenträgerkalkulation (Gemeinkosten auf Kostenträger verrechnen), Wirtschaftlichkeitsprüfung (welche Bereiche sind effizient?). Methoden: Primäre Kostenstellen (direkt zuordenbar), Sekundäre Kostenstellen (Gemeinkosten werden verteilt).
Was ist die Kostenträgerrechnung?
Die Kostenträgerrechnung beantwortet die Frage: Wofür sind die Kosten entstanden? Sie rechnet Kosten den Kostenträgern (Produkte, Dienstleistungen, Aufträge) zu. Methoden: Kostenträgerstückrechnung (Kosten pro Einheit eines Produkts), Kostenträgerzeitrechnung (Kosten für einen bestimmten Zeitraum). Ziel ist die Kalkulation von Selbstkosten (Vollkosten) oder Deckungsbeiträgen (Teilkosten) pro Produkt, um Preise zu bestimmen und Rentabilität zu prüfen.
Was ist die Vollkostenrechnung?
Die Vollkostenrechnung verrechnet alle Kosten (Einzelkosten + Gemeinkosten) vollständig auf die Kostenträger. Sie nutzt Zuschlagssätze zur Verteilung von Gemeinkosten (z.B. Materialgemeinkosten 10%, Fertigungsgemeinkosten 200%). Vorteile: Vollständige Kostendeckung, einfache Verrechnung. Nachteile: Willkürliche Gemeinkostenverteilung, Gefahr falscher Preise, keine kurzfristigen Entscheidungen möglich. Die Vollkostenrechnung ist wichtig für langfristige Preiskalkulation und Vollkostendeckung.
Was ist die Teilkostenrechnung?
Die Teilkostenrechnung verrechnet nur variable Kosten auf Kostenträger, Fixkosten bleiben unverrechnet. Bekanntestes Verfahren: Deckungsbeitragsrechnung (Erlös - Variable Kosten = Deckungsbeitrag). Vorteile: Keine willkürliche Fixkostenverteilung, kurzfristige Entscheidungen möglich (z.B. Zusatzauftrag), Break-even-Analyse möglich. Nachteile: Keine vollständige Kostendeckung pro Produkt sichtbar. Die Teilkostenrechnung ist wichtig für kurzfristige Entscheidungen und Preisuntergrenzen.
Abschluss & Auswertung
Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) zu einem bestimmten Stichtag. Aktiva zeigen: Wo ist das Kapital investiert? (Anlagevermögen: Maschinen, Gebäude; Umlaufvermögen: Vorräte, Forderungen, Kasse). Passiva zeigen: Woher kommt das Kapital? (Eigenkapital, Fremdkapital: Verbindlichkeiten, Rückstellungen). Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva. Die Bilanz ist Teil des Jahresabschlusses und zeigt die Vermögenslage des Unternehmens.
Was ist die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung)?
Die GuV zeigt, wie sich das Eigenkapital während eines Geschäftsjahres verändert hat (Erträge - Aufwendungen = Gewinn/Verlust). Sie ist gegliedert nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) oder Umsatzkostenverfahren (UKV) und zeigt: Umsatzerlöse, Herstellungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten, außerordentliche Erträge/Aufwendungen, Steuern, Jahresüberschuss/-fehlbetrag. Die GuV ist Teil des Jahresabschlusses und zeigt die Ertragslage des Unternehmens. Sie ist wichtig für Investoren und Gläubiger.
Was gehört zum Jahresabschluss?
Der Jahresabschluss umfasst: Bilanz (Vermögen und Kapital zum Stichtag), GuV (Ergebnis des Geschäftsjahres), Anhang (Erläuterungen, Bewertungsmethoden), Lagebericht (Entwicklung, Risiken, Chancen). Der Jahresabschluss ist für größere Unternehmen (Kapitalgesellschaften) verpflichtend und muss beim Handelsregister eingereicht werden. Er wird von einem Wirtschaftsprüfer geprüft (bei bestimmten Größen) und gibt externen Adressaten (Investoren, Gläubiger, Fiskus) Auskunft über die Lage des Unternehmens.
Kosten & Erlöse
Was sind Aufwendungen?
Aufwendungen sind alle Ausgaben, die das Eigenkapital mindern (z.B. Materialeinkauf, Löhne, Mieten, Zinsen, Steuern). Sie werden in der Finanzbuchhaltung erfasst. Wichtig: Nicht alle Aufwendungen sind Kosten (z.B. außerordentliche Aufwendungen, kalkulatorische Kosten sind keine Aufwendungen). Aufwendungen werden in der GuV erfasst und mindern den Gewinn. Sie müssen belegmäßig nachweisbar sein und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen.
Was sind Erträge?
Erträge sind alle Einnahmen, die das Eigenkapital erhöhen (z.B. Umsatzerlöse, Zinserträge, Mieterträge, außerordentliche Erträge). Sie werden in der Finanzbuchhaltung erfasst. Wichtig: Nicht alle Erträge sind Leistungen (z.B. außerordentliche Erträge). Erträge werden in der GuV erfasst und erhöhen den Gewinn. Sie müssen belegmäßig nachweisbar sein. Die Unterscheidung zwischen Erträgen und Leistungen ist wichtig für die Kostenrechnung (nur betriebliche Leistungen sind relevant).
Was sind Fixkosten?
Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von der Beschäftigung (Auslastung) anfallen (z.B. Mieten, Abschreibungen, Gehälter, Zinsen). Sie bleiben bei steigender oder sinkender Produktionsmenge konstant (im relevanten Bereich). Sie müssen auf die gesamte Produktion umgelegt werden. Fixkosten sind wichtig für Break-even-Analyse und Deckungsbeitragsrechnung. Problematisch: Bei sinkender Auslastung steigt der Fixkostenanteil pro Stück (Gefahr von Verlusten).
Was sind variable Kosten?
Variable Kosten ändern sich proportional zur Beschäftigung (Produktionsmenge) (z.B. Materialkosten, Akkordlöhne, Frachtkosten). Sie steigen bei mehr Produktion, sinken bei weniger Produktion. Variable Kosten pro Stück bleiben meist konstant. Sie sind wichtig für Deckungsbeitragsrechnung, Preisuntergrenzen und kurzfristige Entscheidungen (z.B. Zusatzauftrag). Die Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten ist zentral für Kostenplanung und Break-even-Analyse.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten: DB = Erlös - Variable Kosten. Er zeigt, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten und Gewinnerzielung übrig bleibt. DB pro Stück: Preis - Variable Kosten pro Stück. Der Deckungsbeitrag ist wichtig für: Break-even-Analyse (bei welcher Menge sind Fixkosten gedeckt?), Preisuntergrenzen (Preis muss mindestens variable Kosten decken), Sortimentsentscheidungen (welche Produkte sind profitabel?). Positive Deckungsbeiträge verbessern das Ergebnis.
Analyse & Planung
Wie funktioniert die Break-even-Analyse?
Die Break-even-Analyse ermittelt die Menge (Break-even-Point), bei der Erlös = Gesamtkosten (Gewinn = 0). Formel: Break-even-Menge = Fixkosten / (Preis - Variable Kosten pro Stück) = Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück. Unter dieser Menge entsteht Verlust, darüber Gewinn. Die Break-even-Analyse hilft bei: Preisgestaltung, Investitionsentscheidungen, Kapazitätsplanung. Sie zeigt die Risiken und Chancen eines Geschäftsmodells. Grafisch: Schnittpunkt von Erlöskurve und Gesamtkostenkurve.
Welche Kennzahlen sind wichtig?
Wichtige Kennzahlen: Liquidität (Zahlungsfähigkeit - kurzfristig, mittelfristig, langfristig), Rentabilität (Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite, Umsatzrendite), Verschuldungsgrad (Fremdkapital / Eigenkapital), Umschlagshäufigkeit (Umsatz / durchschnittlicher Bestand), Cashflow (Geldfluss), Deckungsbeitrag (pro Stück, insgesamt). Diese Kennzahlen zeigen die wirtschaftliche Lage (Liquidität, Rentabilität, Stabilität) und helfen bei Steuerung und Entscheidungen. Sie sollten regelmäßig überwacht werden.
Was bedeutet Budgetierung?
Budgetierung ist die zukunftsgerichtete Planung von Einnahmen, Ausgaben und Ergebnissen für einen bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr). Sie umfasst: Umsatzbudget, Kostenbudgets (nach Kostenstellen oder Kostenarten), Investitionsbudget, Liquiditätsbudget. Ziele: Planung (wo wollen wir hin?), Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich - Abweichungen erkennen), Koordination (Abstimmung zwischen Abteilungen), Motivation (Ziele setzen). Die Budgetierung ist wichtig für Unternehmenssteuerung und sollte realistisch, aber anspruchsvoll sein.
Was gehört zur Finanzplanung?
Die Finanzplanung plant die Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens (Geldfluss, Liquidität). Sie umfasst: Einnahmenplanung (Umsatzerlöse, sonstige Einnahmen), Ausgabenplanung (Material, Personal, Investitionen, Steuern), Liquiditätsplanung (kurzfristig - wann kommt Geld rein, wann geht es raus?), Kapitalbedarfsplanung (langfristig - wie viel Kapital wird benötigt?). Ziel: Zahlungsfähigkeit sicherstellen, Finanzierungsbedarf früh erkennen, Liquiditätsengpässe vermeiden. Die Finanzplanung ist essentiell für Überleben und Wachstum.
Liquidität
Was bedeutet Liquidität?
Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Zahlungsverpflichtungen termingerecht zu erfüllen. Sie wird unterschieden in: Liquidität 1. Grades (Barliquidität: Kasse, Bank / kurzfristige Verbindlichkeiten), Liquidität 2. Grades (Zahlungsmittel + kurzfristige Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten), Liquidität 3. Grades (Zahlungsmittel + Forderungen + Vorräte / kurzfristige Verbindlichkeiten). Ausreichende Liquidität ist überlebenswichtig (Zahlungsunfähigkeit = Insolvenz). Sie muss ständig überwacht werden.
Was ist der Cashflow?
Der Cashflow ist der Geldzufluss (Einnahmen) minus Geldabfluss (Ausgaben) in einer Periode. Er zeigt, ob das Unternehmen mehr Geld einnimmt als ausgibt (positiver Cashflow) oder umgekehrt (negativer Cashflow). Berechnung: Jahresüberschuss + Abschreibungen + Rückstellungen. Der Cashflow ist wichtig für: Beurteilung der Zahlungsfähigkeit, Finanzierungsfähigkeit (wie viel Geld steht für Investitionen zur Verfügung?), Beurteilung der Ertragskraft (Gewinn kann ohne Liquidität sein). Positiver Cashflow ist wichtig für Überleben und Wachstum.
Was sind Einnahmen?
Einnahmen sind alle Geldzuflüsse (Zugang an Zahlungsmitteln), unabhängig davon, ob sie Erträge sind (z.B. Kundenbezahlung, Kreditaufnahme, Verkauf von Anlagen). Wichtig: Einnahmen ≠ Erträge (z.B. Kreditaufnahme ist Einnahme, aber kein Ertrag). Einnahmen erhöhen die Liquidität. Sie werden in der Finanzplanung und Liquiditätsplanung erfasst. Die Unterscheidung zwischen Einnahmen und Erträgen ist wichtig für Cashflow-Berechnung und Liquiditätsplanung.
Was sind Ausgaben?
Ausgaben sind alle Geldabflüsse (Abgang von Zahlungsmitteln), unabhängig davon, ob sie Aufwendungen sind (z.B. Materialbezahlung, Gehaltszahlung, Kreditrückzahlung, Investitionszahlung). Wichtig: Ausgaben ≠ Aufwendungen (z.B. Investition ist Ausgabe, aber kein Aufwand - nur Abschreibung ist Aufwand). Ausgaben mindern die Liquidität. Sie werden in der Finanzplanung und Liquiditätsplanung erfasst. Die Unterscheidung zwischen Ausgaben und Aufwendungen ist wichtig für Cashflow-Berechnung und Liquiditätsplanung.
Inventar & Bewertung
Was ist eine Inventur?
Die Inventur ist die Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden zu einem bestimmten Stichtag (meist Jahresende). Methoden: Stichtagsinventur (alle Waren werden gezählt), permanente Inventur (laufende Bestandsführung im System). Die Inventur ist gesetzlich vorgeschrieben (HGB) und dient der Bestandsermittlung für Bilanz. Sie muss vollständig, richtig und termingerecht sein. Die Inventur ist Basis für Inventar und Bilanzansätze.
Was ist ein Inventar?
Das Inventar ist eine vollständige, geordnete Aufstellung aller Vermögensgegenstände (Aktiva) und Schulden (Passiva) zu einem Stichtag nach Art und Wert. Es wird aus der Inventur erstellt und ist Basis für die Bilanz. Das Inventar muss vollständig sein (keine Auslassungen) und alle Vermögensgegenstände und Schulden enthalten. Es ist gesetzlich vorgeschrieben und muss nachvollziehbar sein. Das Inventar zeigt das Gesamtvermögen des Unternehmens.
Was sind Abschreibungen?
Abschreibungen erfassen die Wertminderung von Vermögensgegenständen (Anlagevermögen) über die Nutzungsdauer. Arten: Planmäßige Abschreibungen (regelmäßig, z.B. linear, degressiv, leistungsbezogen), außerplanmäßige Abschreibungen (bei Wertminderung). Abschreibungen sind Aufwendungen (GuV) und mindern den Bilanzwert (Aktiva). Sie sind keine Ausgabe (kein Geldabfluss), aber Kosten. Abschreibungen sind wichtig für: korrekte Gewinnermittlung, Erhaltung des Kapitals, steuerliche Vorteile.
Was sind Rückstellungen?
Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, deren Höhe oder Fälligkeit ungewiss ist (z.B. Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Gewährleistungsrückstellungen). Sie werden gebildet für: ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste, unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung. Rückstellungen sind Passiva (Bilanz) und Aufwendungen (GuV). Sie müssen geschätzt werden (nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung). Rückstellungen sind wichtig für vorsichtige Bilanzierung und korrekte Gewinnermittlung.
Was sind Rücklagen?
Rücklagen sind Teil des Eigenkapitals und entstehen durch Einbehaltung von Gewinnen (nicht Ausschüttung). Arten: Gesetzliche Rücklage (gesetzlich vorgeschrieben bei Kapitalgesellschaften), Rücklage für eigene Anteile, andere Gewinnrücklagen (freiwillig). Rücklagen erhöhen das Eigenkapital und stärken die Eigenkapitalbasis. Sie sind keine Aufwendungen (im Gegensatz zu Rückstellungen). Rücklagen sind wichtig für: Stabilität, Finanzkraft, Investitionsfähigkeit, Kreditwürdigkeit.
Steuern
Was ist die Umsatzsteuer?
Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Verbrauchssteuer, die auf fast alle Leistungen (Lieferungen, Dienstleistungen) erhoben wird. Regelsatz: 19%, ermäßigter Satz: 7% (z.B. Lebensmittel, Bücher). Der Unternehmer schlägt die USt auf seinen Netto-Verkaufspreis auf und führt sie an das Finanzamt ab. Die USt wird durchlaufend abgeführt (Vorsteuer kann abgezogen werden). Sie ist keine Aufwendung (durchlaufender Posten), aber beeinflusst Liquidität. Die USt-Meldung muss monatlich oder vierteljährlich abgegeben werden.
Was ist der Vorsteuerabzug?
Der Vorsteuerabzug ermöglicht es Unternehmen, die gezahlte USt (bei Einkäufen, Investitionen) von der zu zahlenden USt (bei Verkäufen) abzuziehen. Voraussetzungen: Rechnung muss korrekt sein (USt ausgewiesen, Steuernummer), Leistung muss für das Unternehmen sein, Vorsteuer muss abzugsfähig sein. Ausnahme: Bei bestimmten Leistungen (z.B. Bewirtung) ist Vorsteuerabzug ausgeschlossen. Der Vorsteuerabzug verhindert Steuerkumulation und belastet Unternehmen nicht (USt ist durchlaufender Posten).
Welche steuerrechtlichen Grundlagen sind wichtig?
Wichtige Gesetze: Einkommensteuergesetz (EStG - für Personengesellschaften, Einzelunternehmer), Körperschaftsteuergesetz (KStG - für Kapitalgesellschaften), Umsatzsteuergesetz (UStG), Abgabenordnung (AO - Verfahrensrecht), Handelsgesetzbuch (HGB - Rechnungslegung). Steuerliche Gewinnermittlung: Bilanz (nach HGB, mit steuerlichen Abweichungen) oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR - bei kleineren Unternehmen). Wichtig: Steuerliche und handelsrechtliche Bewertung können abweichen (z.B. steuerliche Abschreibungen).
Investition & Controlling
Was ist Investitionsrechnung?
Die Investitionsrechnung prüft, ob eine Investition (z.B. Maschine, Gebäude) wirtschaftlich ist. Statische Verfahren: Kostenvergleichsrechnung (Kosten vergleichen), Gewinnvergleichsrechnung (Gewinne vergleichen), Rentabilitätsrechnung (Rendite berechnen), Amortisationsrechnung (Rückflusszeit). Dynamische Verfahren: Kapitalwertmethode (Barwert aller Zahlungen), interne Zinsfußmethode (Zinssatz, bei dem Kapitalwert = 0), Annuitätenmethode (gleichbleibende jährliche Zahlung). Investitionsrechnung hilft bei Entscheidungen über Kapitalbindung.
Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?
Wirtschaftlichkeit bedeutet, ein bestimmtes Ziel mit möglichst wenig Aufwand (Mittel) zu erreichen, oder mit gegebenem Aufwand ein möglichst hohes Ziel zu erreichen. Formel: Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand (oder: Leistung / Kosten). Wirtschaftlichkeit > 1 bedeutet: Aufwand wird gedeckt plus Gewinn. Wirtschaftlichkeit ist wichtig für: Effizienzsteigerung, Kostenoptimierung, Entscheidungen (z.B. Make-or-Buy, Investitionen). Sie sollte kontinuierlich überwacht und verbessert werden.
Was ist Controlling?
Controlling ist die Planung, Steuerung und Kontrolle eines Unternehmens. Aufgaben: Planung (Budgets, Ziele), Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich, Abweichungsanalyse), Steuerung (Maßnahmen bei Abweichungen), Information (Berichte für Führung), Koordination (Abstimmung zwischen Abteilungen). Controller unterstützen das Management bei Entscheidungen durch Analyse und Beratung. Controlling ist wichtig für: Zielerreichung, Risikominimierung, Effizienzsteigerung. Es ist das Frühwarnsystem des Unternehmens.
Praxis
Wie bilde ich Buchungssätze?
Ein Buchungssatz hat immer zwei Konten: Soll (linke Seite) und Haben (rechte Seite). Grundregel: Immer Soll = Haben (doppelte Buchführung). Systematik: Was hat sich geändert? (Welche Konten sind betroffen?), Welche Kontenart? (Aktivkonto: Zugang = Soll, Abgang = Haben; Passivkonto: Zugang = Haben, Abgang = Soll; Aufwandskonto: immer Soll; Ertragskonto: immer Haben). Beispiel: Materialeinkauf auf Ziel → Soll: Materialkonto, Haben: Verbindlichkeiten. Buchungssätze müssen belegmäßig nachweisbar sein.
Was gehört zum Belegwesen?
Das Belegwesen umfasst alle Dokumente, die Geschäftsvorfälle belegen: Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Kassenbelege, Bankbelege, Lieferscheine, Quittungen. Anforderungen: Vollständigkeit (alle Geschäftsvorfälle müssen belegt sein), Zeitnähe (Belege zeitnah erfassen), Ordnung (systematisch ablegen, auffindbar), Aufbewahrung (gesetzliche Aufbewahrungsfristen einhalten - meist 10 Jahre). Belege sind Grundlage für Buchung und müssen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen. Digitalisierung (E-Rechnung, Scannen) erleichtert Belegwesen.
Häufige Fragen
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