Prokrastination – das Problem mit der Aufschieberitis

Warum entsteht Prokrastination und was kannst Du dagegen tun

Jeder von uns kennt sicher das Problem, dass man Arbeit liegen lässt. Das ist nichts Neues, jeder von uns hat dieser Erfahrung bereits gemacht. Und mal ganz ehrlich, wer arbeitet schon gerne, wenn man in der Zeit was anderes tun könnte. Das ist völlig unproblematisch, solange es nicht zu einer Dauer Angewohnheit wird. Schlimm wird es dann, wenn dieses “faul sein” mentale Probleme macht. Wenn du bei dir feststellst, dass du immer auf den letzten Drücker wartest, bevor du deine Prüfungsvorbereitungen beginnst, weil die Prüfung unmittelbar bevorsteht, dann solltest du deine Verhaltensmuster überdenken. Dieses Verhalten wird Prokrastination genannt. Falls das bei dir so ist, dann weißt du sicher auch wie sich das anfühlt. Menschen, die unter Prokrastination leiden, haben im wahrsten Sinne des Wortes Leidensdruck. Denn je näher eine Prüfung rückt, desto mehr kommt innere Unruhe auf. Obwohl diese Menschen dieses Verhaltensmuster bereits lange mit sich herumtragen, fällt es ihnen schwer, das zu ändern. Wenn du zu diesem Menschen gehörst, dann ist dieser Artikel sicher sehr hilfreich für dich, wenn Du dieses Verhalten ändern möchtest.

Prokrastination gefährdet die Gesundheit

An der Mainzer Universitätsmedizin wurde dazu eine Studie mit über 2500 Personen durchgeführt. Das Ergebnis war auch für die Forscher relativ spannend. Man hat herausgefunden, dass besonders jüngere Menschen verbreitet unter diesem Problem leiden. Außerdem gibt es eine Korrelation bei prokrastinierenden Menschen und Arbeitslosigkeit, Stress, geringem Einkommen, Single-Dasein und Depressionen und Angst. Der Studienleiter sagte dazu, dass es auffällig sei, dass besonders jüngere Menschen und Studenten unter Prokrastination leiden. Gründe für die Prokrastination seien vor allem, dass Ziele unrealistisch hoch gesetzt würden und daraus Ersatzhandlungen folgten. Prokrastination sei die Folge aus diesem Verhalten. Im Grunde könnte man hier von einem konditionierten Verhalten sprechen, dass sich über Jahre aufgebaut hat. Versagensängste, Depressionen und Einsamkeit können eine spätere Folge von Prokrastination sein.

Prokrastination könnte man in fünf verschiedene Typen kategorisieren

Aufschieberitis bei Typ 1

Diesem Typ 1 entsprechen Menschen, denen plötzlich einfällt, dass sie immer noch ganz viel zu tun haben. Plötzlich werden Wohnungen aufgeräumt, dringende Dinge erledigt, oder andere Sachen gemacht, die Menschen von ihrer eigentlichen Aufgabe abhalten. Dadurch entsteht ein Muster der Verschiebung, das sich nach und nach immer weiter fortsetzt. Eine einfache Lösung für diesen Typ 1 kann sein, dass man größere Ziele in kleinere Ziele zerlegt und sich so Milestones einbaut. Diese Milestones lassen sich viel einfacher erreichen als das große Ziel. Dadurch sinkt die Gefahr, dass man mit der Arbeit gar nicht erst anfängt. Der entscheidende Aspekt ist auch hier mentaler Natur.

Prokrastination bei Typ 2

Zu diesem Typ gehören die Menschen, denen es im normalen Leben immer gut geht. Rückt aber eine Prüfung mehr, kommt plötzlich eine riesengroße Panik auf. Diese Menschen sind sich darüber bewusst, dass es kaum möglich ist eine oder zwei Wochen vor einer Prüfung den gesamten Prüfungsstoff noch einmal aufzuarbeiten. Je länger sie dann mit Prüfungsvorbereitungen warten, desto schlimmer äußert sich die Aufschieberitis bei Ihnen. Menschen, die zu diesem Typ 2 gehören, könnten sich selber den Druck nehmen und damit die Symptome der Aufschieberitis deutlich reduzieren. Du könntest beispielsweise damit beginnen, jedes “du musst” durch ein “du darfst” zu ersetzen. Es könnte auch hilfreich sein, dass du dir klar machst, was im Moment für dich wichtig ist und was noch ein bisschen warten kann. Wenn du Strukturen klar gliederst, hast du dein Ziel deutlicher vor Augen. Alles beginnt wie immer auch hier im Kopf.

Prokrastination bei Typ 3

Diesen Typ 3 würde ich gerne mit Detail Sortierer bezeichnen. Bevor Du mit deiner Arbeit beginnen kannst, fängst du zunächst einmal an, alles haarklein zu durchdenken und zu gliedern. Du wirst dir darüber bewusst, dass du hier noch etwas lesen musst und dir dann noch ein Buch besorgen musst. Dein Problem ist also, dass du gar nicht ins Arbeiten kommst, weil du glaubst, dass du immer noch Vorbereitungen treffen musst. Dieses Verhalten ist zwar löblich, weil du nichts vergessen möchtest. Es hilft dir aber nicht dabei, dich wirklich und tatsächlich auf deine Prüfungen vorzubereiten. Auch bei diesem dritten Typ liegt also ein Verhaltensmuster vor, das zum Lernen denkbar ungeeignet ist. Wie auch bei Typ 1 und 2 geht es auch bei dir darum, dir zunächst mal im Kopf klare Verhaltensmuster zu schaffen, bevor du die dann auch für deine Arbeit nutzen kannst. Ein wertvoller Tipp, wie du besser damit umgehen kannst, ist das Du zunächst mal mit dem beginnst, was dir am schwersten fällt. Danach gehen die anderen Arbeiten umso einfacher.

Prokrastination bei Typ 4

Wenn du zu dem Menschen gehörst, die immer alles gleichzeitig machen wollen, dann ist auch das eine tolle Eigenschaft von dir. Dummerweise hilft sie dir überhaupt nicht dabei, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Multitasking ist eben nicht immer eine hilfreiche Strategie. Auch bei dir hat sich im Laufe der Jahre ein Verhaltensmuster herausgebildet, das dir nicht wirklich dabei hilft, dich gut auf deine Prüfungen oder andere Dinge vorzubereiten. Und auch bei dir ist letztlich der erste Schritt, deine mentalen Denkstrukturen zu verändern. Es gibt aber auch ein paar einfache Möglichkeiten, mit denen du bereits darauf reagieren kannst. Du solltest bewusst darauf achten, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und du solltest dein Ziel vor Augen behalten, damit du nicht von anderen Dingen abgelenkt wirst. Das allein wird schon einen großen Unterschied machen und Dir helfen.

Prokrastination bei Typ 5

In gewisser Weise steckt auch bei diesem letzten Typ das Verhaltensmuster hinter dem Problem, dass man vielleicht am besten mit Ablenkung bezeichnen könnte. Wenn du zu den Menschen gehörst, die ständig und überall ihr Handy neben sich liegen haben und jede Minute drauf schauen, was es Neues gibt und wer wieder etwas Spannendes gepostet hat, dann könntest du zu dieser fünften Gruppe gehören. Hier ist es schon fast selbsterklärend, dass du deine Arbeit kaum erfolgreich machen kannst. Die Aufschieberitis ist hier sozusagen vorprogrammiert, weil du dich ständig ablenken lässt. Und wieder einmal spielen Verhaltensmuster in deinem Kopf eine wesentliche Rolle bei deinem Problem. Du möchtest das ändern? Dann solltest du als allererstes an deinem Zeitmanagement arbeiten. Gib dir selber Zeiten vor, an denen du online sein darfst. Und halte dich strikt an deinen Plan. Das mag dir am Anfang schwer fallen, wird sich aber innerhalb der nächsten Tage zu einer liebgewonnenen Gewohnheit verfestigen. Keine E-Mail ist so wichtig, dass man sich sofort lesen muss. Konzentriere Dich also zunächst auf deiner Arbeit. Schon meine Oma hat gesagt: “Erst die Arbeit – dann das Vergnügen”.

Aufschieberitis resultiert aus Verhaltensmustern

Wie Du sehr deutlich sehen kannst, steckt hinter deiner Prokrastination fast immer ein Verhaltensmuster, das sich nicht nur zeigt, wenn du vor einer Prüfung stehst. Vielmehr hast du im Laufe des Jahres ein Verhaltensmuster entwickelt, dass dir zu bestimmten Zeiten einfach nicht gut tut. Zu diesen Zeiten gehört beispielsweise die Prüfungsvorbereitung. Du solltest also zunächst daran arbeiten, dein Denken zu verändern. Daraus folgt automatisch eine Veränderung deines Verhaltens. Wenn Du es hinbekommst dein Ziel besonders groß zu machen und immer vor deinem inneren Auge zu haben, kannst du deine schlechten Gewohnheiten leichter ablegen.

Methoden die du sofort anwenden kannst

Wenn du dir darüber klar geworden bist, wie dein Unterbewusstes üblicherweise reagiert, dann kannst du jetzt sofort damit beginnen, eine Veränderung einzuleiten. Auf gut Deutsch heißt das, dass du sofort starten solltest und nicht noch länger damit wartest. Es könnte auch sein, dass du mit diesem Verhalten ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal kompensierst. In diesem Fall wäre es hilfreich, wenn du damit aufhörst, Erfolg mit Selbstwertgefühl gleich zu setzen. Das eine hat nämlich nichts mit dem anderen zu tun. Eine sinnvolle Planung, wie Du am besten vorgehst, und welche Dinge du in welcher Reihenfolge tust kann ebenfalls eine nützliche Strategie sein, um Prokrastination vorzubeugen. Ein wichtiger Punkt ist, dass du in deinem Plan sehr konkret sein sollst. Du solltest also genau festlegen, bis wann du was erledigt haben möchtest. Wenn du dein Ziel in einzelne Teilziele aufsplittest, kannst du dafür sorgen, dass du diese auch zu bestimmten Zeiten erledigt hast. Nimm deinen mentalen Kessel vom Feuer und sorge dafür, dass so Druck abgebaut wird. Mach dir die Konsequenzen klar, was es bedeutet, wenn du dein Verhalten in diesen Beziehungen nicht veränderst und setze dir klare Prioritäten.

Deutlich schnellere Ergebnisse

Es ist für viele Menschen nicht einfach, ein Verhaltensmuster abzulegen, das du schon lange mit dir herum trägst. Zumindest ist das die weitläufige Meinung. Dabei ist doch allen klar, dass dein Verhalten aus deinem Denken resultiert. Du solltest also zunächst einmal deine mentale Axt schärfen, bevor du dich aufmachst, den Wald zu roden. Da viele deine Verhaltensmuster von deinem Unterbewusstsein gesteuert werden, macht es also Sinn das Schärfen der Axt auch in deinem Unterbewusstsein zu steuern. Zu diesem Zweck habe ich ein spezielles Online-Seminar entworfen, das sich genau damit beschäftigt, dieses Ziel zu erreichen. Den Link zu diesem Online-Seminar findest du gleich hier.

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